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Straßenname steht: „Vinzentinerinnenweg“ im Krankenhausareal

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Im Zuge der Erschließung des ehemaligen Krankenhausareals (Foto) wird eine öffentliche Straße gebaut werden. Sie soll laut Stadtratsbeschluss „Vinzentinerinnenweg“ heißen. © Hirschberg

Marktoberdorf – Den Vinzentinerinnen, einer Schwesterngemeinschaft, die fast 100 Jahre in Marktoberdorf gewirkt hat, wird die neue Straße im Krankenhausareal gewidmet. Sie soll laut Stadtratsbeschluss „Vinzentinerinnenweg“ heißen. Dieser Name geht auf einen Vorschlag des Marktoberdorfer Ehepaars Hannelore und Herbert Leonhart zurück.

Da die historische Flurbezeichnung keine eindeutige Benennung zulässt, war es ein Anliegen der Stadtverwaltung, die Bürger in die Namensgebung des Quartiers am ehemaligen Krankenhaus miteinzubeziehen. 60 Vorschläge wurden eingereicht, unter denen sich „Vinzentinerinnenweg“ als Favorit hervortat. Mit einer Gegenstimme votierten denn auch die Stadträte für den vorgeschlagenen Straßennamen.

Vinzenz von Paul, ein französischer Priester, war Ordensgründer der Vinzentinerinnen, die von 1881 bis 1980 im Oberdorfer Krankenhaus ihren Pflegedienst verrichtet haben. Der Name „Vinzentinerinnenweg“ habe damit Bezug zur ehemaligen Nutzung des Areals, begründete die Verwaltung den Vorschlag. Er sei außerdem klar, einprägsam und berge keine Verwechslungsgefahr. Im Gegensatz dazu riet die Verwaltung von der Bezeichnung „Krankenhausstraße“ ab. Dies könne dem Nicht-Ortskundigen suggerieren, dass in der betroffenen Straße ein Krankenhaus zu finden sei – mit negativen Folgen in medizinischen Notfällen.

von Angelika Hirschberg

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