165 Stunden pro Mann im Einsatz

Oberbürgermeister Stefan Bosse (1.v.li.) und Bereitschaftsleiterin Brigitte Hartmann (Mitte) zeigten sich stolz über das Engagement der langjährigen ehrenamtlichen „BRK-ler“. Foto: Frisch

Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres konnte BRK-Bereitschaftsleiterin Brigitte Hartmann auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Kaufbeurer Bereitschaft vorstellen. Die rund 100 ehrenamtlichen Helfer aus Bereichen wie Sanitätsdienst, Ausbildung, Rettungsdienst, Blutspendedienst oder Verwaltung hatten zusammen ganze 16.388 Stunden unentgeltlicher Arbeit geleistet, das entspricht im Schnitt rund 165 Stunden pro Person.

„Die Anforderungen im Bereitschaftsdienst werden in vielen Bereichen wie Bürokratie oder Qualitätsmanagement immer höher, dadurch wächst der Aufwand, den wir für unsere Leistungen erbringen müssen“ so Hartmann. Umso mehr freue sie sich, dass von den 100 Ehrenamtlichen 50 zum Nachwuchs gehören – so müsse man sich keine Sorgen um die Zukunft machen. Thematisiert wurde von der Bereitschaftsleiterin auch eine Angelegenheit, die 2010 immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt hatte – die Vergabe des dritten Kaufbeurer Rettungswagens, um den sich das BRK neben anderen Hilfsorganisationen beworben hatte. Den Zuschlag erhielt aber schlussendlich der Arbeiter-Samariter-Bund, was beim BRK für Unverständnis sorgte. Von einer „Art enttäuschter Liebe auf Seiten des Kreisverbandes“ sprach dann auch Oberbürgermeister Stefan Bosse in seiner kurzen Rede, was zwar emotional nachvollziehbar, aber leider nicht zu ändern sei. „Stadt und Landkreis müssen sich an die Vergaberegeln halten, ob einem das persönlich gefällt oder nicht“, so der Rathauschef. So sei es auch kein Widerspruch, dass er trotz dieser Entscheidung, die „vielen weh getan hat“, nun langjährigen ehrenamtlichen BRK-Mitgliedern für ihr Engagement in Kaufbeuren danke. Neben zwölf Ehrenamtlichen, die für fünf- bis fünfundfünfzigjährige Mitgliedschaften die entsprechenden „Jahrgangsspangen“ erhielten, ehrte Bosse im Namen des bayerischen Innenministers Elisabeth Linder und Sieglinde Jotz-Klersi mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre und Kurt Bonk mit dem Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Dienstzeit in der Kaufbeurer Bereitschaft. Ein großes Lob an die „BRK-ler“ kam zudem vom hiesigen DLRG-Vorsitzenden Werner Seibt, der die Zusammenarbeit mit der eigentlich konkurrierenden Organisation in der soge-nannten „Unterstützungsgruppe Sanitätsdienst“ sehr positiv bewertete: „Hier stimmt die Kameradschaft!“

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