Super Atmosphäre

Ein Foto zum Andenken: Die Münchner Löwen und der TSV Marktoberdorf beim obligatorischen Gruppenfoto.

„Es ist mit Abstand das Beste was ich je erlebt habe“, so beschreibt Marktoberdorfs Cheftrainer Norbert Schmidbauer das Erlebnis gegen die Münchner Löwen als einmalig. Es war von außen betrachtet tatsächlich eine perfekte Veranstaltung. Der Rahmen passte. Rund 2.500 Zuschauer strömten ins „Schmuckkästchen“ an der Bahnhofstraße. Ein Großteil der Fans war unter 14 Jahre alt - sie hatten nämlich freien Eintritt.

Dass die Bundesliga-Profis aus der bayerischen Landeshauptstadt das Spiel mit 11:1 für sich entschieden, war zwar nicht ganz Nebensache, doch dieses Flair, diese Begeisterung hautnah zu spüren, wird vielen Besuchern sicher in Erinnerung bleiben. Coach Schmidbauer hatte schon im Vorfeld dieses Freundschaftsspiels die Qual der Wahl bei der Aufstellung. 21 Spieler ließ er gegen die Löwen auflaufen. Nur Robin Swoboda und Michael Strehle kamen in den Genuss, über die volle Spielzeit gegen das Zweitliga-Team auf dem Platz zu stehen. Zur Pause lagen die Grün-Weißen mit 1:4 zurück. Swoboda war es, der in der 40. Minuten für den einzigen Treffer des TSV Marktoberdorf sorgte. „Es war eine super Atmosphäre auf und natürlich neben dem Platz“, erinnert sich Schmidbauer gerne an dieses Event zurück. „Die Buben haben die 60er-Bank belagert und die Spieler schrieben fleißig Autogramme“. Mit Franz „Bulle“ Roth fand sich auch ein Ex-Spieler des FC Bayern München im Marktoberdorfer Stadion ein. Allein sechs Getränkestände und vier Verpflegungsstationen sorgten für Speis und Trank. „Ich selbst habe dieses Spiel in vollen Zügen genossen und denke, dass sich der TSV von seiner besten Seite präsentiert hat“, schwärmt Schmidbauer weiter. Er gehe davon aus, dass sich durch die gelungene Organisation der Verein für weitere Partien in der Zukunft empfohlen habe. „Meinen Spielern hat es enormen Spaß gemacht und auch die 60er-Akteure haben es zu schätzen gewusst, dass diese Partie fair über die Bühne ging“. Selbst Tage nach dem Freundschaftsspiel gegen die Löwen war das Event Gesprächsthema, auch beim Heimspiel gegen TSV Rain/Lech II drei Tage später. Zwar hatten die Spieler das 60er-Spiel in den Knochen, doch zeigten die Kreisstädter gegen das „Kellerkind“ wohl ihre beste Saisonleistung. „Ich habe mir im Vorfeld der Partie schon meine Sorgen gemacht und habe den Jungs gesagt: Ihr müsst dieses Spiel mit dem Kopf gewinnen“, so Norbert Schmidbauer. Mit 5:0 feierten die Grünweißen ihren höchsten Saisonsieg. Bereits in der zehnten Minute krönte der wieder erstarkte Robin Swoboda einen Alleingang zur 1:0-Führung. In der 38. Minute erzielte erneut Swoboda nach einem gelungenen Kombinationsspiel das 2:0. Es blieb kaum Zeit zum jubeln, da markierte Johannes Schmidbauer das 3:0 für den TSV. Nach der Halbzeit war es wieder ein Spiel auf ein Tor, und zwar auf das der Gäste. Ein kurioses Tor gelang Bernhard Eiband in der 62. Minute zum 4:0. Nach einer kurzen Ecke, getreten von Alexander Schmidbauer, flankte er hoch zum Gästetorwart, wobei sich der Ball überraschend ins Kreuzeck setzte. Christian Hauser wurde in der 76. Minute im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoss verwandelte Martin Vogler im Nachschuss zum 5:0-Triumpf. Die Freude nach dem Dreier war natürlich auch bei Coach Schmidbauer groß. „Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Auch hinter unseren Kulissen passt wieder alles“, so ein strahlender und zufriedener Übungsleiter. Marktoberdorf hat sich auf den achten Rang vorgearbeitet. Am Samstag tritt der TSV bei Schwaben Augsburg an.

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