Edeka wieder in MOD-Nord

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Neues Glück am alten Standort. Edeka eröffnet wieder eine Filiale im „Moos“. Das alte Supermarktgebäude (Foto) soll abgerissen werden.

Marktoberdorf – Endlich ist es soweit: Edeka wird eine neue Filiale in Marktoberdorf-Nord eröffnen. Oder sollte man lieber sagen: wieder eröffnen? Nachdem das Geschäft an der Ruderatshofener Straße nun seit vier Jahren geschlossen hatte und leer stand, – sehr zum Unmut der Bürger im nahen Stadtgebiet „Moos“ – hatten viele schon nicht mehr an die Ansiedlung eines Nahversorgermarkts im Norden geglaubt.

Nun will der Lebensmittelkonzern den Standort doch wieder nutzen, das alte Gebäude sogar abreißen und einen neuen Edeka-Supermarkt mit „Erlebnischarakter“ bauen lassen, wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell in der jüngsten Stadtratssitzung bekannt gab. Der Stadtrat beschloss einstimmig den Vorhaben bezogenen Bebauungsplan und begrüßte die Wiederansiedlung des Supermarkts.

„Es war ein großer Wunsch der Bevölkerung, dass an diesem Standort wieder ein Lebensmittelmarkt einzieht“, erklärte Hell, der sich offen über die Entscheidung des Konzerns freute. Seit seinem Amtsantritt 2014 hatte sich die Stadt in vielen Gesprächen mit Edeka für die Wiederbelebung des Standorts eingesetzt, berichtete Hell. „Wir konnten Edeka überzeugen, dass das ein guter Platz ist.“ Zünglein an der Waage habe womöglich auch die Planung der Stadt gespielt, an der Kreuzung Moosstraße einen Kreisverkehr zu bauen und so die Anbindung zum Supermarkt noch zu verbessern. Georg Martin (Grüne) regte in diesem Zusammenhang an, auch einen Verbindungsweg zwischen Edeka-Markt und dem künftigen Bahnhalt Marktoberdorf-Nord zu schaffen. Eine Idee, die die Stadt auch schon verfolgt habe, antwortete Bauamtsleiter Ralf Baur. Dies sei jedoch heikel, weil die Bahn Sicherheitsbedenken geltend gemacht habe.

Mehr Parkplätze, weniger Lärm

Der neue Supermarkt soll flächenoptimiert gebaut werden. Die Stadt konnte bereits erste Planungen vorzeigen, in denen das Gebäude dem Format des Grundstücks entsprechend um 90 Grad gedreht wird. Es würden dadurch mehr Parkplätze entstehen, und die Anlieferung solle am rückwärtigen Teil des Marktes erfolgen. Gut für alle, die LKW-Lärm im angeschlossenen Wohngebiet befürchtet hatten. Wann mit Abriss und Neubau zu rechnen sei, darüber konnte Bürgermeister Hell noch keine Angaben machen. Die Stadt legt dem Betreiber jedenfalls keine Steine in den Weg: sie beschloss die Aufstellung des Bebauungsplans im so genannten beschleunigten Verfahren.

von Angelika Hirschberg

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