Familienpark abgesagt, Konzerte im Rondell finden jedoch statt

Kleiner Tänzelfest-Ersatz jetzt noch kleiner

Tänzelfestknabenkapelle bei der Tänzelfesteröffnung (2015)
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Aufmarsch der Tänzelfestknabenkapelle bei der Tänzelfesteröffnung (2015). Dieses Jahr wird das Publikum nicht annähernd so dicht gedrängt sitzen, wenn statt 1200 nur 500 Zuschauer eingelassen werden.

Kaufbeuren – Am Freitag vergangener Woche, bei der Geburtstagsfeier von Tänzelfest-Chef Horst Lauerwald (wir berichteten), sah es noch so aus, als könnte die geplante „kleine Entschädigung für zwei ausgefallene Tänzelfeste“ in Form von Konzerten im Rondell und eines „Familienparks“ tatsächlich stattfinden. Am Montagabend stand dann aber endgültig fest, dass der Familienpark schließlich doch nicht durchführbar ist. Lediglich auf die vier Konzerte einheimischer Kapellen im Tänzelfestrondell dürfen sich die Kaufbeurer noch freuen.

Familienpark abgesagt

Vom 30. Juli bis 6. August war auf dem Tänzelfestplatz anstelle eines Rummels ein jeweils von 14 bis 22 Uhr geöffneter Familienpark mit Fahrgeschäften und Imbiss-Buden vorgesehen, jedoch ohne Festzelt und Biergarten. Sehr enttäuscht musste der Tänzelfestverein jetzt selbst diesen schon sehr abgespeckten Festplatz absagen. Platzwart Günther Becker, der seit über 30 Jahren dafür sorgt, dass auf dem Festplatz alles reibungslos abläuft, erklärte, dass von 28 im Vorfeld angemeldeten Schaustellern letztlich nur 14 ihre Teilnahme zugesagt haben. Dafür gebe es vielfältige Gründe.

Amtliche Hürden unüberwindbar

Bei einigen kann der TÜV nicht so kurzfristig durchgeführt werden, bei anderen fehlt das Personal, um die Einhaltung der Corona-Maßnahmen zu gewährleisten. Und schließlich ist ein Festplatz ohne Biergarten und Festzelt, welche eine längere Verweildauer der Gäste garantiert hätten, für die Schausteller alles andere als attraktiv. Auch für den Tänzelfestverein waren die amtlichen Hürden so gut wie unüberwindbar: Durch die limitierte Zahl der Teilnehmer hätten die Platzgelder, Versicherung und Platzmiete sowie die Mehrkosten für besondere Hygienemaßnahmen und zusätzliches Sanitäts- und Toilettenpersonal den Rahmen des Vertretbaren gesprengt, vor allem auch, weil die Kosten für den Sicherheitsdienst durch die Pandemie fast zehnmal so hoch sind wie bisher. Da der Tänzelfestverein seit zwei Jahren keine Einnahmen erzielt und auch keine Zuschüsse durch den Staat erhalten hat, kann er diese Kosten nicht übernehmen.

Auch dieses Jahr gibt es keine Rummelplatzgenüsse wie Zuckerwatte und Lebkuchenherzen oder Gebrannte Mandeln.

Also wird es auch dieses Jahr weder spitzen „Wonneangstkreischen“ auf den wilderen Fahrgeschäften geben, noch all die herrlich ungesunden Näschereien, die einen Rummelplatzbesuch so genussvoll machen: Bratwurst von einem halben Meter Länge, Fischspezialitäten, frische Früchte im Schokomantel, Zuckerwatte und Lebkuchenherzen oder Gebrannte Mandeln.

Konzerte im Tänzelfestrondell

Erfreulicherweise können aber zumindest die vier Konzerte von örtlichen Musikapellen im Rondell des Tänzelfestplatzes stattfinden: Am Freitag, 23. Juli, macht natürlich die Tänzelfestknabenkapelle den Auftakt mit einer Begrüßung durch das Kaiserpaar. „Da darf Sebastian Blösch, der arme Kaiserbewerber von 2020, wenigstens kurz einmal in die Rolle „reinschnuppern“, meint Rosi Lauerwald, die Autorin vieler Tänzelfest-Eröffnungsspiele. Kaiserin wird Matea Scharf sein, eine Praktikantin der Kulturwerkstatt, denn auch die Kaiserin hat ein paar Begrüßungs- und auch Abschiedsworte zu sprechen. Den Sonntagabend, 25. Juli, bestreitet die Stadtkapelle Kaufbeuren. Am Montag, 26. Juli, werden Sie durch die Tänzelfest-Landsknechtstrommler, die Kemnater Musikanten und Gaukler der Kulturwerkstatt unterhalten. Und am Dienstag, 27. Juli, schließlich gestalten der Musikverein Oberbeuren und die Musikvereinigung Neugablonz das Konzert.

Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr. Pro Konzert sind – unter der Voraussetzung, dass die 7-Tage-Inzidenz die 50 nicht übersteigt – 500 Zuschauer zugelassen. Die Kontrolle erfolgt durch Zählkarten mit der Möglichkeit einer Datenabgabe und/oder Registrierung durch die Luca-App, die Plätze werden wegen der Abstandsregeln zugewiesen. Bis zum Platz ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht, am Platz darf sie abgenommen werden.

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, über Spenden freuen sich die Kapellen jedoch besonders. – Jetzt noch mehr denn je.

Ingrid Zasche

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