Fernsehaufnahmen für „Mit Blasmusik durch Bayern“ in Kaufbeuren

Tänzelfest-Kapelle im BR Fernsehen

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Kameramann Basti Ried scheint mit der rund 20 Kilogramm schweren, kardanisch in einem Tragegeschirr an ihm aufgehängten „Steady-Cam“ um die Kapelle herumzutanzen. Die Technik sorgt für ruckelfreie Kamerafahrten.

Kaufbeuren – Ungewöhnliche Aktivitäten konnten Passanten vergangenen Samstag an der Blasiuskirche, am Fünfknopfturm und am Neptunbrunnen beobachten: Georg Ried, Moderator, Autor und Redakteur war mit einem achtköpfigen Aufnahmeteam der Firma InMotion angereist, um im Auftrag des BR Fernsehens eine weitere Folge der Reihe „Mit Blasmusik durch Bayern“ aufzuzeichnen.

In diesem Team befanden sich insgesamt zwei Kameraleute, ein Beleuchter, ein Tonmann, Maske, die Produktionsleitung (darunter auch Rieds Ehefrau Michaela, Tochter Maria und Sohn Sebastian), Tagespraktikantin Melina Heel, die am Abend wieder als Camille in „Zusammen ist man weniger allein“ auf der Bühne zu stehen hatte, und Regisseur Kai von Kotze, der schon mit vielen namhaften Fernsehstars gearbeitet hat. Dazu wurde jede Menge teure Technik aufgebaut.

In dieser Folge wird neben Kurt Pascher und seinen Böhmerwälder Musikanten, den „Brauhaus Musikanten“, „5er Blech“, Toni Scholl und den ASM Musikanten sowie Georg Rieds „Blechragu“ auch die Tänzelfestknabenkapelle unter Wolfgang Wagner vorgestellt. Dass der Tänzelfestkapelle nach 150 Jahren als Knabenkapelle seit September 2017 auch elf Mädchen angehören, kommentierte Georg Ried in seiner Anmoderation mit „...das ist wunderbar!“. Die „Knaben“ kommen nach eigener Aussage inzwischen gut damit zurecht.

Während vormittags an der Stadtmauer und der Blasiuskirche die Moderation gedreht wurde, fand im Fünfknopfturm zu Dudelsackmusik gerade die erste Hochzeit im neuen Trauzimmer statt. Auch in der Dreifaltigkeitskirche wurde kurz vor dem Dreh am Nachmittag noch geheiratet. Es mussten erst die jubelnden Hochzeitsglocken abgewartet werden, bevor man beginnen konnte, obwohl der „Opening-Marsch“, um störende Hintergrundgeräusche zu vermeiden, ohnehin von der TKK-CD eingespielt wird.

In der improvisierten Freiluftmaske werden alle Musiker abgepudert, allen voran Dirigent Wolfgang Wagner.

In der improvisierten Freiluftmaske wurden die Musiker – allen voran Dirigent Wolfgang Wagner – zunächst abgepudert, damit keine Glanzstellen auf den Gesichtern zu sehen sind. So lange hatte Regisseur Kai von Kotze noch Pause. Später überwachte er am Rande der Dreharbeiten in einem großen Monitor die Aufnahmen. Kameramann Basti Ried schien mit der rund 20 Kilogramm schweren, in einem Tragegeschirr kardanisch an ihm aufgehängten „Steady-Cam“ um die Kapelle herumzutanzen. Moderne Technik sorgt dabei für ruckelfreie Kamerafahrten, ganz gleich, ob die Kapelle steht oder marschiert. Das Filmen der stehenden Kapelle erfolgte „schichtweise“, zunächst komplett, dann wurde bei jedem Durchgang eine Reihe weniger aufgestellt, damit die beiden Kameras, die feststehende und die bewegliche „Steady-Cam“, ungehindert alle Details erfassen können. Nach dem Schnitt wird später nichts davon zu merken sein.

Für die Produktion sind fünf Drehtage vorgesehen, die für das achtköpfige Team auch weit bis in den Abend dauern können. Dazu kommen zehn Tage Ton- und Farbkorrektur sowie Schnitt. Pro Drehtag wird circa ein Terabyte Material aufgezeichnet. Die neue 45-minütige Folge von „Mit Blasmusik durch Bayern“ soll voraussichtlich im Juli oder August 2019 ausgestrahlt werden.

Anlässlich der Fernsehaufnahmen überreichte Moritz Klemm von „Klemm – Wasser + Wärme“, selbst ehemaliger „Tänzelfestknabe“, einen symbolischen Riesenscheck über eine Spende von 500 Euro an die Tänzelfestkapelle. Er will damit, auch im Namen seines Vaters Wolfgang Klemm von „Mauke – die Band“, „in alter musikalischer Verbundenheit die Jugend unterstützen“.

von Ingrid Zasche

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