50 Showeinlagen, über 300 Tänzer

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Beim Breakdance durfte jeder Tänzer mit seinem Moves sein Können beweisen.

Kaufbeuren – „Schaltet ab, lehnt euch zurück und genießt die Show.“ So steht es im Programmheft zur Tanzshow von „Dance Soulution“. Trotz Temperaturen über 20 Grad ließen sich dies viele Tanzbegeisterte nicht zweimal sagen. Die drei für Samstag und Sonntag angesetzten Termine waren sogar zu knapp bemessen. Weil alle Shows ausverkauft waren, entschied sich das Team des Tanzstudios kurzerhand dazu, auch die Generalprobe am Freitag öffentlich zu machen.

Ein Blick in das Programmheft ließ außerdem bereits vor Beginn der Show auf abwechslungsreiche Stunden schließen. Dank dem breitgefächerten Kursangebot mit Hip­Hop, Ballett, Jazz-Dance oder Zumba hatte das Team um Inhaber Chris Meirich für jeden Geschmack etwas zu bieten. Bereits der erste Programmpunkt setzte ungewöhnlich Kontraste. Während die Tänzer in traditioneller Tracht auf der Bühne erschienen, wurde ihre Choreografie teilweise mit Musik hinterlegt, die sonst eher weniger mit Dirndl und Lederhose verbunden wird.

Auch sonst glich kein Auftritt dem anderen. Auf Breakdance folgten Ballettvorführungen, erfahrene Tänzer wurden von den jüngsten mit einem charmanten „Entschuldigung, wir sind jetzt dran“ von der Bühne vertrieben. Bei dieser Selbstsicherheit, die alle Tänzer auf der Bühne zeigten, war es schwer, Meirichs Worten Glauben zu schenken. Er hatte anfangs auf die vielen aufgeregten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen hingewiesen, die hinter der Bühne auf ihren Einsatz warteten. Zudem hatten alle Beteiligten nicht nur eine Choreografie lernen müssen, sondern zeigten jeweils mehrmals ihr Können. Dabei traten die Tänzer teilweise sogar mit eigenen, ohne die Dozenten entworfenen Choreografien auf.

Innerhalb von drei Stunden präsentierten sich die Tänzer aller Altersstufen in abwechslungsreichen Kostümen und mit verschiedensten Requisiten zum gesamten Repertoire der aktuellen Popmusik. Dank hervorragender Technik gingen die einzelnen Showacts ohne größere Pausen ineinander über. Neben Nebelmaschine und Schwarzlicht sorgte zusätzlich eine Leinwand im Hintergrund mit wechselnden Motiven für eine besondere Atmosphäre. Weil die Kinder der „Tänzerischen Früherziehung“ und des „Pré- Ballett“ noch zu klein für die Show sind, wurden hier außerdem kurze Filme aus deren Unterricht gezeigt.

Eine souveräne Vorstellung lieferten auch die Jüngsten beim klassischen Ballett.

Egal ob in der Gruppe, zu zweit oder sogar alleine, alle hatten die Möglichkeit ihren individuellen Tanzstil zu zeigen. Dabei wurde dennoch das gute Verhältnis zwischen Jung und Alt deutlich. Beim eigenen Auftritt der acht Dozenten jubelten die Tanzschüler und konnten das ganze Publikum mitreißen.

Als am Ende nach einer gemeinsamen Showeinlage alle Mitwirkenden wieder auf der Bühne standen, bedankte sich Meirich noch einmal bei allen Beteiligten. Der darauf folgende Applaus ließ noch einmal auf eine beeindruckende Show und gut funktionierende Zusammenarbeit der Akteure schließen.

von Agnes Reißner

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