Unruhige Zeiten

Teilnehmer am Planspiel Börse spüren die Kursschwankungen

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Das Team „BörsenBlond“ mit Philipp Gerum (v. li.), Martina Staudinger und Sigrid Dischl bei der Spielstandabfrage.

Kaufbeuren – Es ist für die teilnehmenden Gruppen am Planspiel Börse der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren derzeit nicht leicht, Gewinne zu erzielen. Das wird bei einem Gespräch mit dem Team „BörsenBlond“ deutlich. Vom Kreisbote wird ebenfalls ein Team gestellt. 

Martina Staudinger, Sigrid Dischl und Philipp Gerum vomKreisbote sind in der Gruppe der Azubis, Studenten und jungen Erwachsenen gestartet, die zum fünften Mal beim Planspiel Börse für die 18- bis 30-jährigen angeboten wird.

Die Teilnehmer in diesem Bereich haben mit 100.000 Euro ein doppelt so hohes Startkapital zur Verfügung wie die Schüler. 

Warum macht Ihr mit? Welchen Reiz hat das Spiel? 

Martina: Wir waren alle von der Idee begeistert, so etwas auszuprobieren. Es ist spannend, das Börsengeschehen einmal zu erleben – völlig risikolos, aber dennoch mit dem Reiz, Einblick in die Welt der Finanzmärkte mit ihren Regeln und Mechanismen zu bekommen und mit anderen Gruppen in einen Wettstreit zu treten. 

Wie stark nutzt Ihr die verschiedenen Informationsquellen? Welche? 

Sigrid: Hauptsächlich nutzen wir den PC und schauen uns die verschiedenen Entwicklungen gemeinsam an. Wir nutzen aber auch die täglich aktuellen Börsennachrichten im Fernsehen und treffen dann nach Absprache unsere Entscheidungen. 

Findet eine Analyse der Zusammenhänge zwischen den Ereignissen an den Märkten und den Unternehmen statt? 

Philipp: Ja, natürlich! Ganz besonders deutlich war das im Zusammenhang mit der Insolvenz des Unternehmens Thomas Cook. Mit dem direkten Ankauf von TUI-Aktien hatten wir mega Erfolg, der uns über fünf Prozent brachte. 

Werden die Möglichkeiten der Diversifikation genutzt oder konzentrieren sich die Aktivitäten auf wenige Anlagen? 

Martina: Beim Start hatten wir bis zu zehn verschiedene Depots, haben aber dann gemerkt, dass sich aufgrund der Gebühren kleinere Beträgen nicht rechnen. Danach haben wir uns auf einige Große konzentriert und auch bessere Chancen nutzen können. 

Derzeit seid Ihr auf Platz 2 der Sparkasse Kaufbeuren und bayernweit auf Rang 22. Deutschlandweit nehmt Ihr Platz 59 von über 300 Teams ein. Welches Ziel in der Platzierung verfolgt Ihr? 

Philipp: Natürlich wollen wir den größtmöglichen Gewinn erzielen. Unser Ziel ist es, in Kaufbeuren unter die TOP 3 und deutschlandweit unter die TOP 100 zu kommen. Wenn es für mehr reicht, wäre es umso schöner! 

Die Sparkasse Kaufbeuren freut sich über das rege Interesse der jungen Leute am Planspiel Börse Plus für Studenten und Azubis: „Es ist einfach toll, wenn Jugendliche sich trauen, auch einmal für sie völlig Unbekanntes und Neues auszuprobieren.“ Das Planspiel Börse Plus für Studenten und Azubis wurde bewusst von der Sparkasse ins Leben gerufen, damit sich zusätzlich auch junge Erwachsene an der Börse ausprobieren können. „Das Engagement der Gruppe ,BörsenBlond‘ wird aktuell mit einer Rendite von rund 1,5 Prozent in so kurzer Zeit belohnt – das ist deutlich mehr, als momentan auf einem Sparbuch erzielt werden kann!“

wb

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