Teure Sanierung der Friedhofsmauer hat begonnen

Vorbei ist es mit der Ruhe

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Die Bauarbeiten an der einsturzgefährdeten Friedhofsmauer standen lange still. Jetzt soll es wieder los gehen. Bis zum Wintereinbruch laufen die Sanierungsmaßnahmen auf Hochtouren. Es kann zu Lärmbelästigungen kommen.

Marktoberdorf – Lärm machten an diesem Tag Anfang vergangene Woche lediglich die Motorsensen und Rasenmäher der Stadtgärtner, die rund um den Kirchberg die Beete und Freiflächen pflegten. An der einsturzgefährdeten Friedhofsmauer unterhalb der Kirche St. Martin blieb es ruhig. Noch. Denn offiziell sind die Bauarbeiten an der sanierungsbedürftigen Mauer nach gut einem Jahr Pause wieder aufgenommen worden.

Und weil dort ab Mitte kommender Woche auch ein Strom­aggregat zum Einsatz kommen wird, ist es mit der Ruhe entlang der Friedhofsmauer denn auch bald vorbei. Die Stadt bittet daher Anwohner und Friedhofsbesucher um Verständnis. Man werde in Doppelschichten von 7 bis 20 Uhr arbeiten, um die Sanierungsmaßnahmen möglichst zügig in ein bis zwei Monaten abzuschließen, hieß es aus dem städtischen Bauamt. Vor Wintereinbruch, so der Plan, sollen die Unterfangungsarbeiten fertig gestellt sein und die Mauer wieder sicher gründen.

Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte der Stadtrat die Sanierung der Friedhofsmauer beschlossen, zu deren Unterhalt die Stadt vertraglich verpflichtet ist. Risse und Verformungen im Mauerwerk waren damals schon sichere Anzeichen einer bitteren Wahrheit. „Der Gründungsfuß der Mauer steht an keiner Stelle auf tragfähigem Grund“, berichtete damals Marion Schmidt vom städtischen Bauamt den Stadträten. Die steile Mauer drohe jederzeit abzusacken. Mehr als 1,2 Millionen Euro waren damals für die sichere und stabile Wiederherstellung der Friedhofsmauer und ihres Fundaments veranschlagt worden.

Rechtsstreit verzögerte Baubeginn

Kurz nach Beginn der Bauarbeiten vergangenes Jahr stand plötzlich vonseiten des Bauunternehmens die Verdopplung der Kosten im Raum, woraufhin die Stadt einen Baustopp erwirkte. Ein Rechtsstreit folgte außerdem. Der ist nun beigelegt und die Bauarbeiten an der Friedhofsmauer gehen in die zweite Runde. Die Sanierung sieht vor, den Mauerfuß mit Betonsäulen, die per Hochdruck ins Erdreich injiziert werden, tragfähig zu machen. Mehrkosten würden nun zwar wegen der zeitlichen Verzögerung entstehen, diese hielten sich aber in vertretbarem Rahmen, erklärte Marion Schmidt gegenüber dem Kreisbote. Konkrete Zahlen lägen aber noch nicht vor.

von Angelika Hirschberg

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