Tierhilfe Arche Noah zieht Bilanz: 47 Katzen und 15 Hunde 2016 vermittelt

Eine Arche für die Tiere

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Diese Katzenbabys suchen aktuell ein Zuhause.

Bidingen – Seit vielen Jahren arbeitet der Kreisbote Kaufbeuren mit der Tierhilfe Arche Noah bei der Vermittlung von Tieren zusammen. Grund genug für uns, mal hinter die Kulissen zu schauen. Das Wichtigste aber vorab: Im vergangenen Jahr konnten 47 Katzen, 15 Hunde, drei Schafe und zwei Hasen vermittelt werden.

Die Tierhilfe Arche Noah wurde 1998 gegründet und hat aktuell 150 Mitglieder. Es handelt sich nicht um ein Tierheim im klassischen Sinne, sondern um eine Tierhilfe. Hier werden die Tiere – hauptsächlich Hunde, Katzen und Nager – in privaten Pflegefamilien untergebracht. Somit gibt es unter anderem keine Zwingerhaltung bei Hunden. Die zu bewältigenden Arbeiten mit den Tieren werden alle ehrenamtlich durchgeführt. Aktuell beherbergt die Tierhilfe acht Hunde, davon vier hübsche Shih-Tzu, die gerade von der Arche übernommen wurden. „Kastrations- und Friseurtermin wurden bereits ausgemacht. Demnächst kommen noch vier Collie-Hunde dazu und ein Entlebucher und damit sind wir bis unter die Dachluke voll“, erklärt die 1. Vorsitzende der Arche, Gisela Egner.

Bei den Katzen sehe es nicht anders aus. Derzeit toben zehn Freigänger durch den Garten, die teils schon sehr lange bei der Arche leben. Acht süße Katzenbabys suchen gerade einen Platz und demnächst sind noch sieben weitere kleine Kätzchen abzugeben. Neun erwachsene Katzen warten auch noch auf ihr neues Sofa und zwei ältere Katzen stehen schon vor der Haustür wegen Aufnahme.

Die Arche kümmert sich seit fast 20 Jahren um den Tierschutz im Ostallgäu und versucht zu helfen, wo eine unterstützende Hand gebraucht wird, so Egner. Dabei gelangt der Verein oft an seine Grenzen und gerade bei Kastrationsaktionen werde kilometerweit gefahren, „um das Katzenelend zu verringern“. Manchmal gebe es auch Unterstützung von den Tierfreunden Ostallgäu. Gerade konnten in einem Weiler zwischen Seeg und Marktoberdorf neun Katzen und ein Kater kastriert werden, berichtet Egner.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 43 wilde Kater und 41 wilde Katzen kastriert. Die Tierarztkosten liegen laut Egner bei jährlich circa 18.000 Euro und stellen den größten Posten bei den Ausgaben dar. „Da wir von der Arche Noah Tierhilfe für Fundtiere keinerlei Unterstützung von den Gemeinden bekommen, müssen wir jeden Cent selbst erwirtschaften“, betont Egner. Dabei seien fast 90 Prozent der aufgenommenen Katzen so genannte Fundkatzen.

Um die Kosten decken zu können, werden Flohmärkte veranstaltet und Haussammlungen durchgeführt. Auch die Erlöse aus den Mitgliedsbeiträgen fließen mit ein.

„Ganz besonders freuen wir uns über die eingehenden Spenden von tierlieben Menschen, die die Arbeit der Arche zu schätzen wissen“, erklärt Egner. Ferner sei der Tierschutzverein oft damit beschäftigt, „Missstände aufzudecken und scheut auch gerichtliche Auseinandersetzungen nicht“. „Wenn es um das Wohl der Tiere geht, werde ich selbst zum Tiger. Bei uns kommt erst die Versorgung des Tieres und dann machen wir uns Gedanken um das Geld, während bei vielen anderen Vereinen die Kohle im Vordergrund steht“, sagt Egner abschließend.

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