Besondere Orte im Landkreis

Emotionen vermitteln – Tourismusverband Ostallgäu stellt Projekt »Schlosspark« vor

Ingrid Yasha Rösner (v. l.), Agentur „musenkuss & funkenflug”, Robert Frei, Maria Rita Zinnecker und Wiebke Flaßhof, alle Tourismusverband Ostallgäu.
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Vor dem Festspielhaus Neuschwanstein zeigen Ingrid Yasha Rösner (v. l.), Agentur „musenkuss & funkenflug”, Robert Frei, Maria Rita Zinnecker und Wiebke Flaßhof, alle Tourismusverband Ostallgäu, Beispiele aus dem neuen Kommunikationskonzept „Schlossgarten”. Einheimische standen für diese Werbefotos vor der Kamera.

Ostallgäu – Der Tourismusverband Ostallgäu hat eine spezielle Herangehensweise gewählt, um Einheimische wie Touristen weiterhin für die Qualitäten des „Schloss­parks“ zu begeistern. Mit Geschäftsführer Robert Frei stellte Land­rätin Maria Rita Zinnecker als Verbandsvorsitzende im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen das auf Emotionen bauende Kommunikationskonzept mit dem Titel „Schlosspark“ vor. 

Der „Schlosspark” ist, wie schnell deutlich wurde, in keiner bestimmten der beschaulichen Allgäuer Ortschaften zu finden. Vielmehr steht er für einen Raum, der „identisch mit dem Landkreis“ ist, erklärte die Land­rätin. Durch Kurzreferate mit Bildbeispielen stellten die Mitarbeiter des Projekts dar, welche Medien der Ostallgäuer Tourismusverband einsetzt, um den Menschen in der Region und ihren Gästen Wege zu persönlichen, einmaligen Erlebnissen zu öffnen. „Wir schaffen Momente, die das Herz berühren und das Leben bereichern“, heißt es im Konzept, vorgestellt von Ingrid Yasha Rösner aus der beauftragten Agentur „musenkuss & funkenschlag“. Der „Schlosspark” werde als „Raum einer modern gelebten Romantik“ gesehen. Dies, fuhr Rösner fort, habe nichts mit Candle-Light-Dinner und trauter Zweisamkeit zu tun: „Romantik“ stehe hier für ein individuelles Lebensgefühl und eine positiven Erfahrung, die jeder Einzelne in einer bestimmten Umgebung des Ostallgäus mache. „Es ist eine Erfahrung, die emotional berührt.“

Rösner aus der Nesselwanger Agentur sowie Wiebke Flaßhof vom Tourismusverband brachten das Konzept in ihrem Vortrag auf den Punkt: Der „Schlosspark” erfüllt Sehnsüchte der heutigen Zeit, indem er Werte wie Ruhe, Einfachheit und Freiheit in den Vordergrund stellt.

Ziel sei es, den „Schlosspark” über Emotionen und Bedürfnisse und weniger über harte Fakten zu kommunizieren. Dazu werden nicht allein klassische Printmedien als Vermittler eingesetzt. Geschäftsführer Frei, der die Präsentation eröffnet hatte, wies mit Nachdruck auf die „multimediale Leitgeschichte zur Inspiration“ im Internet hin. Dort können die Besucher der Homepage durch wenige Klicks einen persönlichen „Schloss­parkmoment“ gewinnen. Das Gewinnspiel ist online unter www.schlosspark.de zu finden.

Zinnecker regte dazu an, sich auch an bislang unbekannteren Allgäuer Gebieten – zum Beispiel im Norden – aufzuhalten. Dass die als Leitprodukte des Ostallgäuer Verbands auf den Erfolgsweg gebrachten Angebote für Radler vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit Auszeichnungen bedacht wurden, erfreute die Landrätin. Aktuell würde auch das Wanderprodukt „Königlich Wandern im Schlosspark“ umgesetzt.

Als Verbandsvorsitzende unterstrich Zinnecker: Es gehe auch um die Weiterentwicklung als Wirtschaftsstandort. Von der Lebensqualität und den Vorzügen der Region könnten nicht nur die Gäste profitieren, sondern vor allem auch die in der Region lebenden Menschen und ansässige Unternehmen, „die dann auch einen klaren Pluspunkt bei der Fachkräfte-Bewerbung haben“. Beide Co-Referentinnen wiesen in diesem Sinne darauf hin, dass auf den Fototafeln mit dem Titel „Sehnsuchtsmotive“, die besonderen Plätze und eine Person dargestellt sind, bei welchen es sich nicht um Models handelt. Vielmehr standen Menschen, die hier leben und, so Rösner, „ihr Leben hier genießen“, vor der Kamera.

cf

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