Tourismusverband Ostallgäu zieht positive Bilanz für 2016 

Mehr Gäste, mehr Übernachtungen

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Schloss Neuschwanstein ist und bleibt Zugpferd des Ostallgäuer Tourismus. Die Entwicklung zeigt sich positiv: auch 2016 stiegen die Gäste- und Übernachtungszahlen.

Marktoberdorf/Ostallgäu – So macht der Rückblick auf 2016 Spaß. Mit Zuwächsen bei den Ankunftszahlen und den Übernachtungen konnte Landrätin Maria Rita Zinnecker auf der Sitzung des Tourismusverbandes Ostallgäu eine sehr positive Bilanz des touristischen Jahres 2016 ziehen.

„Mit einigen neuen Höchstwerten können wir den Aufwärtstrend im Ostallgäu fortsetzen“, sagte die Verbandsvorsitzende erfreut. Auf den guten Zahlen möchte sich der Verband aber nicht ausruhen. Mit neuer Satzung, Beitrags- und Wahlordnung sowie einem Geschäftsbesorgungsvertrag geht der Verband gestärkt aus der jüngsten Mitgliederversammlung hervor. Für das kommende Jahr wurde außerdem ein umfangreicher Maßnahmenplan bewilligt, der an die Erlebnisraumstrategie „Schlosspark“ anknüpfen soll. Als neue Mitglieder wurden die Gemeinden Pforzen und Rieden begrüßt.

Rekordwerte

Mit über 4,345 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 konnte die Tourismusregion Ostallgäu einen neuen Rekordwert erzielen. Auch die Zahl der Gäste ist um 3,5 Prozent auf rund 1,26 Millionen gestiegen. Sie blieben im Durchschnitt 3,45 Tage im Ostallgäu, was den Trend zum Kurzurlaub fortsetzte. Immerhin konnte sich die seit Jahren sinkende durchschnittliche Aufenthaltsdauer stabilisieren. 2015 waren es noch 3,44 Tage gewesen, die Gäste bei Gastgebern im Ostallgäu verbrachten. Positiv erwies sich in diesem Zusammenhang auch die Königscard. Gäste mit Königscard blieben im Durchschnitt länger als diejenigen ohne Gästekarte, nämlich 4,15 Tage.

Weniger Betten, dafür aber mehr Übernachtungen bescherten dem Tourismus eine ebenfalls rekordverdächtige Auslastung von 45,25 Prozent – ein neuer, bisheriger Höchstwert. Robert Frei, Geschäftsführer des Tourismusverbands, erklärte das auch mit dem neuen Vermarktungskonzept „Schlosspark“ und den ausgezeichneten Angeboten für Radfahrer und Radtouristen.

Beiträge um 40 Prozent erhöht

„Ausruhen möchte sich der Verband auf den Erfolgen aber nicht“, sagte Frei indes. Auf der Tagesordnung standen die Neufassung der Satzung sowie der Beitragsordnung. Zur Diskussion stand die Anpassung der Beiträge und ihre Erhöhung um bis zu 40 Prozent für die einzelnen Mitglieder. Die Projekte der letzten Jahre seien, so Frei, nur mithilfe der Rücklagen finanzierbar gewesen. Er bat um die Unterstützung der Mitglieder, um die professionelle Arbeit des Tourismusverbands weiterhin gewährleisten zu können. Nach eingehender Diskussion votierten die Mitglieder dann einstimmig für die Erhöhung, die dem Verband mehr Planungssicherheit ermögliche. Diese bilde außerdem das finanzielle Fundament für umfangreiche kommunikative Maßnahmen bis zum Jahr 2019, wie Geschäftsführer Frei erläuterte. Teilweise würden auch zusätzliche Gelder aus dem LEADER-Fördertopf genutzt werden können.

Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere die Rad­angebote ausgebaut wurden, sollen künftig die Angebote für Wanderer im Mittelpunkt der neuen Destinationsstrategie liegen. Ein im November erstmals einberufenes Tourismusforum soll das Netzwerk aller Beteiligten stärken. Der Wirtschaftsplan für 2017 sieht Ausgaben in Höhe von rund 179.000 Euro vor. Aus den Rücklagen sind 50.800 Euro mit eingerechnet.

„Wir freuen uns über die positive Stimmung und klare Unterstützung unserer Arbeit durch die Mitglieder des Tourismusverbandes“, sagte Landrätin Zinnecker abschließend. „Das lässt uns motiviert in die Arbeit für die nächsten Jahre starten.“

von Angelika Hirschberg

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