"Traditionell - grenzwertig"

Rund 1000 Mitwirkende, etwa 100 Veranstaltungen, ungefähr 52 Stunden lang auf zirka 1400 Quadratkilometern an einem einzigen Wochenende – das ist die Kulturexpedition Ostallgäu 2009, die heuer nach 2007 zum zweiten Mal über die Bühne des gesamten Landkreises geht. Vom 18. bis zum 20. September ist so von Füssen, über Marktoberdorf bis nach Lindenberg unter dem diesjährigen Motto „traditionell – grenzwertig“ jede Menge an diversen Attraktionen rund um Kunst und Kultur geboten.

Sei die erste Kulturexpedition im Jahre 2007 nach den Worten des Ostallgäuer Landrats Johann Fleschhut bereits „eine Weltsensation“ gewesen sei, stelle die zweite Ausgabe heuer sogar „die spannendste Expedition seit der Besteigung des Mount Everest“ dar. Auch sie trage als Grundgedanke die Motivation in sich, „die Vielfalt und Qualität von Kunst und Kultur im Ostallgäu deutlich zu machen“, erklärte Fleschhut, denn auch jüngst bei einer Floßfahrt auf dem Lech bei Lechbruck weiter, wo nicht nur von Anne Roth, Wiebke Flaßhoff und Ute Streidl ein „randvoll gebotenes Programm“ (Fleschhut) vorgestellt wurde. Außer der Pressereferentin der Kulturexpedition sowie den Mitarbeitern des Kulturbüros Ostallgäu gaben daher auch die künstlerischen Leiter der Expedition Chris- toph Wank, Dolf Rabus und Tiny Schmauch ausgiebige Auskünfte über das „Gesamtkunstwerk Kulturexpedition“, wie es Fleschhut auch nannte. Während Wank, der in den vergangenen Monaten mit einem sogenannten Expeditionsmobil kräftig die Werbetrommel für den Riesenevent gerührt hatte, infolgedessen „die gute Qualität der Künstler“ hervorhob, betonte der Landrat zudem, dass „wir wollen, dass sich die Bürger niederschwellig und ohne Krawatte mit Kunst und Kultur beschäftigen können.“ Flaßhoff unterstrich deshalb, dass „Kulturelles nichts Elitäres“ sein solle, bevor Rabus und Schmauch als künstlerische Leiter der Ost- beziehungsweise Westroute darüber hinaus quasi über Himmel und Hölle berichteten. So wolle man im Osten „interessante Kirchen vorstellen“, sagte Rabus, wohingegen Schmauch für einen Abstecher in die Teufelsküche bei Obergünzburg warb. „Traditionell – grenzwertig“ sind bei der diesjährigen Kulturexpedition vom Freitag bis zum Sonntag so von Musik und Gesang über Tanz und Malerei bis hin zu Artistik jede Menge spektakuläre Aktionen im gesamten Ostallgäu vom Süden bis zum Norden sowie vom Osten bis zum Westen geboten. Dazu werden extra Expeditionsbusse auf den Weg geschickt, die die Besucher unter anderem zu offenen Ateliers von Künstlern bringen. Nach der Eröffnung des Basislagers am Freitag um 18 Uhr in Marktoberdorf, das unter der Leitung von Monika Schubert steht, erwarten die „Expeditionsteilnehmer“ Routen, Pfade und Wege durch den ganzen Ort, die zum Beispiel mal als „Literatour“ oder als „Esskultour“ betitelt sind. Der feierliche Schlusspunkt der Expedition wird dabei in ihrem Zielpunkt am Sonntag in den Kunsthallen am Lech in Füssen gesetzt, wo dann der Jugendkulturpreis 2009 verliehen wird. Mehr zu den einzelnen Veranstaltugnen gibt es auf www.kulturbuero-ostallgaeu.de oder einfach in dem Flyer der Kulturexpedition nachschauen, der unter anderem im Landratsamt ausliegt.

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