Traditionell mit Muskelkraft

Die Helfer von Morgen schauen zu, wie mit vereinten Kräften die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr den Maibaum auf seinen angestammten Platz aufstellen. Foto: privat

Auch in diesem Jahr trug die Freiwillige Feuerwehr traditionell die Verantwortung für das Maibaumaufstellen in Linden- berg. Doch im Gegensatz zu den Jahren davor, gab es heuer ein erweitertes Programm: denn die Lindenberger legten den Grundstock für den Kauf ihrer neuen Fahne.

Mit dem Erlös von Getränken Kaffe, Kuchen und deftigen Spezialitäten konnte der Finanzhaushalt aufgebessert werden. „Es sind schon einige größere Spenden eingegangen“, erklärte der 1. Vorstand Sebastian Schweighofer „und mit dem Erlös vom Event des Maibaumaufstellens können wir einen weiteren Grundstock legen“. Mit rund 40 Mann, acht „Schwalben“ und viel Muskelkraft wurde der 24 Meter hohe Maibaum gekonnt an seinem Platz unterhalb des Lindenberger Kirchberges aufgestellt. „Aktion Maibaum“ bedeutet in Lindenberg zwei Tage vollen Einsatz: Baum reinholen, schälen und bearbeiten. Natürlich dürfen die im vergangenen Jahr von dem Lamerdinger Roland Rucho restaurierten Maibaumtafeln nicht fehlen. Die handgemalten Tafeln sind die Prunkstücke des Lindenberger Maibaums. So ganz ohne Handwerkszeug geht es dann doch nicht: um den Baum an seinen angestammten Platz wuchten zu können, müssen die „Schwalben“ neu gebunden werden. „Um rechtzeitig fertig zu sein, sind viele tatkräftige, ehrenamtliche Helfer nötig. Ohne sie, wäre das alles gar nicht möglich“, lautet das Urteil von Schweighofer. Unter den Augen der zahlreichen Besuchern und bei strahlendem Sonnenschein, wurde der Baum, ganz traditionell mit Muskelkraft, aufgestellt. Vom Kirchberg abwärts, geht es Schritt für Schritt für den Baum in die Senkrechte. Was für die Zuschauer leicht aussieht, bedeutet für die Akteure einen immensen Kraftaufwand, Trittsicherheit und ein gutes Augenmaß. Unter der fachkundigen Anleitung von Franz März gelang der Aufbau dann doch reibungslos. Für das Rahmenprogramm unterhalb des Kirchbergs sorgen seit einigen Jahren auch die Oldtimerfreunde aus Lindenberg. Sie stellen einige ihrer Liebhaberstücke aus. Musikalisch umrahmt wird das Maibaumaufstellen vom Musikverein „Frohsinn“ Lindenberg unter der Leitung von Diana Brandmair. Und mit Marvin Kelm konnte ein Lindenberger Musikant den Maibaum auf „amerikanische Art“ ersteigern. Die Lindenberger Alphornbläser trotzten dem einsetzenden Regen und spielten auf dem Kirchberg eine Serenade. Leider schafften sie es nicht, die Regenwolken wegzublasen. Das tat aber der guten Stimmung im Partyzelt bis in die späte Nacht hinein, keinen Abbruch. kb

Auch interessant

Meistgelesen

Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
Kurs steht wohl auf Neubau
Kurs steht wohl auf Neubau
Zehntklässler der Mittelschule Germaringen verabschiedet
Zehntklässler der Mittelschule Germaringen verabschiedet

Kommentare