Auf dem Weg zum Traumberuf

Ausbildungsmesse Marktoberdorf erneut ein großer Erfolg

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Eltern mit ihren Kindern besuchten die Ausbildungsmesse in Marktoberdorf und begaben sich auf Entdeckungsreise.

Marktoberdorf – Sie haben ihnen erneut den roten Teppich ausgerollt. Über 100 regionale Unternehmen, Ausbildungsbetriebe, Handwerksinnungen und private Schulen präsentierten sich Schülern und jungen Erwachsenen auf der 4. Ausbildungsmesse Marktoberdorf. Denn das Schaulaufen ist mehr und mehr von Seiten der Betriebe gefragt – im vergangenen Herbst waren im Ostallgäu noch rund 150 Lehrstellen des laufenden Ausbildungsjahrs unbesetzt. Und auch für den Ausbildungsbeginn 2018 suchen viele Unternehmen noch den passenden Lehrling.

Die Ausbildungsmesse im Modeon, initiiert und organisiert vom Arbeitskreis Schule Wirtschaft und dem Verein für Berufsorientierung Deutschland e.V., hat sich daher zu einer festen Größe und Anlaufstelle für Unternehmen und ihre potentiellen Lehrlinge etabliert. Das zeigte sich am vergangenen Donnerstag, als hunderte Familien mit ihren Sprösslingen ins Modeon strömten. Für den darauf folgenden Messefreitag hatten sich dann rund 1500 Schüler zum Rundgang angemeldet. Landrätin und Schirmherrin der Messe, Maria Rita Zinnecker resümierte in ihrem Grußwort, trocken: „Wer nicht kommt, ist selber schuld“, und verwies auf die einmalige Chance, sich von den Ausbildungsmöglichkeiten im Landkreis ein Bild zu machen.

Gerade im persönlichen Gespräch ließen sich Kontakte knüpfen und auch Praktikumsplätze vermitteln.

Das taten am Donnerstag Abend auch Jana Hafenmair, Felix Kollmann, Argjend Bejta und Matej Brandner aus der achten Klasse, M-Zweig der Mittelschule Marktoberdorf. Sie informierten sich gezielt über die Ausbildungen zum Mediengestalter, IT-Techniker und Automobilkaufmann. Auf der Messe würde man richtig gut beraten, fand Felix. Und Argjend erzählte, dass er immer genau nachfragte, ob die Arbeit den Leuten am Stand auch selbst Spaß mache. Jugendforscher Simon Schnetzer bestätigte in seinem Vortrag an diesem Abend, dass es der jungen Generation weniger ums Geldverdienen als um Aufmerksamkeit, Anerkennung und Beteiligung gehe. Gemeinsam mit YouTuber und Moderator Hannes Hoch versuchte Schnetzer den anwesenden Unternehmern und Arbeitgebern zu vermitteln, wie Digitalisierung aus Sicht der jungen Menschen zu verstehen sei.

Ob Bagger fahren oder Bodypainting – das Handwerk legte sich ins Zeug.

Digitalisierung war nämlich ein Schwerpunkt der diesjährigen Ausbildungsmesse. An verschiedenen Ausstellerständen wurden deren Möglichkeiten aufgezeigt, neue Techniken, neue Kommunikationsformen auf dem Weg zur Industrie 4.0. Die Jugendlichen ihrerseits begegneten Robotik, 3D-Brillen und Informationstechnologie mit großer Aufgeschlossenheit und Experimentierfreude. Insgesamt war die Auswahl der „Lehrberufe zum Anfassen“ so groß wie noch nie: Industriemechaniker, Bürokauffrau, Konditor oder Maler? Gerade das Handwerk legte sich ins Zeug, seine Berufe für die Schüler attraktiv zu präsentieren und ins Gespräch zu bringen. Denn es sei erneut der persönliche Austausch, der die Ausbildungsmesse in Marktoberdorf zu etwas ganz besonderem mache, sagte Karin Weikmann, Rektorin der Mittelschule Marktoberdorf und Mit-Initiatorin der Messe. In den vergangenen Jahren seien über Messekontakte hunderte Praktikums- und Ausbildungsplätze vermittelt worden.

von Angelika Hirschberg

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