Trotz Regen tausende Besucher

„Miteinander in der Region“ heißt die Messe, die ihrem Namen alle Ehren gemacht hat. Trotz Schmuddelwetter kamen tausende Menschen auf die Erlebnismesse MIR`10 nach Marktoberdorf.

Vom 18. bis 20. Juni waren 150 Aussteller im Modeon, in Zelthallen sowie auf dem angrenzenden Freigelände. Die Aussteller und Händler hatten trotz der Fußball-Weltmeisterschaft und den schlechten Wetterverhältnissen eine hohe Besucherfrequenz. Trotz Regen und Kälte war auf dem Außengelände viel los und es sah bunt aus, denn die Besucher kamen meist mit Schirm. Und den brauchten sie auch, gerade bei Vorführungen im Freien. Das Marktoberdorfer Geo-Umweltteam demonstrierte gleich neben ihrem Zelt, wie man Erdwärme für sich nutzen kann. Das Team erklärte, wie die Wärme von Grundwasser verwendet wird und wie man damit auch sein Eigenheim heizen kann. Wie man danach sucht, zeigte das Geo-Umweltteam den Besuchern an Ort und Stelle mit einem riesigen Bohrer und schweren Maschinen. Flach und glänzend so sieht Solar und Fotovoltaik auf dem Dach aus. Die Aussteller hatten viele Besucher, die sich darüber informierten. Moderne und energiesparende Heizsysteme, Geräte, Elektromobile – auf der ganzen Messe ging es um das Thema Energie, sogar auf den Schmuckständen wurden Magnetketten, -armbänder oder -anhänger verkauft, die dem Körper mehr Energie geben sollen. Im Modeon befand sich der Stand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Für die medizinischen Vorträge gab es in Reihen aufgestellte Stühle, die meist besetzt waren, und eine Leinwand, auf der die Informationen bildlich und verständlich dargestellt wurden. Beeindruckt und offen zeigten sich die Besucher nach dem Vortrag und so ließen sich einige Besucher von Dr. Thomas Kehle die Halsschlagader per Ultraschall untersuchen. Mit einem überdimensionalen Brustmodell zeigte das Brustzentrum Allgäu wie eine Brust von innen aussieht. In das Modell konnte man reingehen, um sich von Gewebe und Drüsen, im wahrsten Sinne, ein plastisches Bild zu machen. Über Vorsorgeuntersuchung, Brustveränderungen, Therapie und Medikamente bei Brustkrebs konnte man an diesem Stand ungezwungen mit Fachärzten sprechen. Mit großen, leuchtenden Augen wurde man auf dem Stand der Jägervereinigung Marktoberdorf angestarrt. „Der lebt doch gar nicht mehr“ oder „er hat sich bewegt!“ hörte man hier ziemlich oft. Auslöser dieser Aussagen war ein Uhu, der auf dem Arm eines Ausstellers saß. Besonders Kinder fanden den grünen Stand sehr aufregend und schön. „Das will ich auch im Garten haben“, meinte ein kleines Mädchen zu ihrer Mutter, als sie vor dem Biotop der Jägervereinigung standen. Ziel der Aussteller war es gerade Kinder für die Natur zu begeistern und das ist gut gelungen. In Jagdkleidung und mit Hund zeigte die Jägervereinigung Marktoberdorf einen Teil ihrer Arbeit, den anderen Teil der Arbeit zeigte ein vierbeiniger Gehilfe. So wurden Apportieraufgaben und Gehorsam demon- striert und erklärt, welche Aufgaben der Hund bei der Jagd hat. Vor allem Besucher mit Hund hat diese Vorführung gefallen und manch einer hat sich bestimmt gewünscht, ebenso einen folgsamen Hund zu haben. Das Rotary Hilfswerk Marktoberdorf sorgte mit einer Tombola für Gewinne und einer guten Tat. Mehr als 10000 Lose sind nach Angabe des Rotary Hilfswerk verkauft worden. Das Geld der Lose kommt dem Marktoberdorfer Stadtbus und dem „Kinderkino“ zugute. Hauptpreis war ein Motorroller. Für unternehmungslustige Besucher ohne Höhenangst wartete etwas ganz Besonderes: Sie hatten die Möglichkeit sich per Kran an der Hängekonstruktion rund 70 Meter hoch und wieder runter zu heben. Im nächsten Jahr wird die MIR im Kaufbeuren stattfinden.

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