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Wegen Sturmböen und Dauerregen

Trotz Verlust: KI und Lebende Krippe spenden 1200 Euro

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Erika Holy, Spendenhut Lebende Krippe, Ernst Holy (2. v. li.), 1. Vorsitzender der KI, Werner Stumpe (li.), Orga-Chef Lebende Krippe, und Günther Seydel (re.), Schatzmeister der KI übergaben die Spenden an Gabriele Boscariol (3. v. li.) für die SKM-Wärmestube und Karlheinz Wenzel für Urlaub ohne Koffer.

Kaufbeuren – Nach 2017 bescherte auch die Lebende Krippe 2018 der Kaufbeurer Initiative (KI) einen deutlichen Verlust: Zum einen waren erneut erhebliche Investitionen zu stemmen, zum anderen machte dann auch noch das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Hoffnungen der Organisatoren.

Nachdem 2017 die Hirtenhütte im Wald durch einen Container ersetzt werden musste, stand auch diesmal durch den Wegfall des Stalles im Anwesen Götzfried ein größerer finanzieller Aufwand, gepaart mit vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit an. Eine neue Spülküche musste neben den Verkaufsstand gebaut werden. Zu den noch nicht vollständig erwirtschafteten Vorjahresinvestitionen kamen so weitere 2.500 Euro Ausgaben hinzu.

Am Veranstaltungs-Samstag musste der Weg in den Wald wegen Sturmböen komplett gesperrt werden und am Sonntag war Dauerregen ein erheblicher Spaßverderber.

Für ihre Lebende Krippe hat die KI keinerlei Rücklagen gebildet, da von jeher alle Erlöse vollständig gespendet werden. Die Lebende Krippe geht somit nach zwei ganz mageren Spielzeiten mit einem Verlustvortrag von fast 3.500 Euro in die kommenden Jahre. „Und das, obwohl der Schäfer auf die kompletten Transportkosten verzichtete und die Bäckerei Körber 600 Semmeln ohne jegliche Berechnung lieferte, wofür wir nochmals ganz herzlich Dankeschön sagen“, so Günther Seydel, Schatzmeister der KI.

Das schlechte Wetter hätte aber durchaus auch einen motivierenden Aspekt gehabt: Durch die deutlich sichtbare Enttäuschung und die Tränen der kleinen Besucher am Samstag, als diese nicht in den Wald durften, sei vielen erst wieder bewusst geworden, welchen Stellenwert diese Veranstaltung im vorweihnachtlichen Trubel wirklich besitze. „Wir wurden eindrucksvoll erinnert, wie wichtig es auch in dieser Hinsicht ist, die Lebende Krippe trotz der jüngsten Rückschläge fortzuführen“, sagt Seydel, der auch Vorstand des 2017 gegründeten Förderverein Lebende Krippe ist.

Die Kaufbeurer Initiative sei stolz, dass erneut circa 100 Vereinsmitglieder und Freunde mitgeholfen haben, dieses nun schon seit 27 Jahren ununterbrochen stattfindende Event zu stemmen. Seydel: „Hier sind die Musikkapellen, die nur für eine kleine Brotzeit die Lebende Krippe musikalisch umrahmen, noch gar nicht mitgezählt.“

Die Vorstandschaften beider Vereine, der Kaufbeurer Initiative e.V. und des Fördervereins Lebende Krippe e.V., waren sofort einstimmig dafür, trotz des negativen Gesamtergebnisses die Spenden nicht ausfallen zu lassen. Immerhin wurden von Besuchern trotz der schlechten Witterung in den Spendenhut knapp 600 Euro geworfen. Diese wurden nun aus der Vereinskasse der Kaufbeurer Initiative aufgerundet und auf 1.200 Euro verdoppelt. „Wir freuen uns, dass wir damit die dringlichsten Projekte und Einzelpersonen unterstützen können“, so Seydel abschließend.

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