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Tunnelanschlag: Die Arbeiten zum Maria-Rita-Tunnel feierlich eröffnet

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Marktoberdorf/Ostallgäu – Ein Licht am Ende des Tunnels wird erst in einigen Monaten erwartet, die ersten Zentimeter sind jedoch seit vergangenem Montag Geschichte. Anlässlich des feierlichen Tunnelanschlags griffen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart (beide CSU) beherzt zur Spitzhacke, um die Grabungen für die 600 Meter lange Röhre von Selbensberg bis Bertoldshofen zu eröffnen.

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7 / 29Glück auf für den Maria-Rita-Tunnel. © Hirschberg
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19 / 29Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (li.) und sein bayerischer Amtskollege Hans Reichhart (re.) eröffneten mit einem beherzten Hieb mit der Spitzhacke die Tunnelarbeiten. Landrätin und Tunnelpatin Maria Rita Zinnecker hält eine Statue der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. © Hirschberg
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28 / 29Großer Bahnhof für einen Tunnel (v.li.): Markus Kreitmeier, Bereichsleiter Straßenbau, Staatliches Bauamt Kempten, MdL Angelika Schorer, Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister, Roland Arnold, Projektleiter BeMo Tunneling GmbH, Landrätin Maria Rita Zinnecker, MdB Stephan Stracke, Dr. Hans Reichhart, bayerische Verkehrsminister und Dr. Wolfgang Hell, Bürgermeister Marktoberdorf. Zwei Mitarbeiter des Tunnel-Teams im Vordergrund. © Hirschberg
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Der Tunnel ist das Herzstück von Schwabens aktuell größtem Straßenbauprojekt im Zuge der Ortsumfahrung Markt­oberdorf-Bertoldshofen und der Anbindung der beiden Bundesstraßen B16 und B472. Der Bund investiert dafür rund 53,5 Millionen Euro, davon entfallen knapp 36 Millionen Euro allein auf den Tunnel. Die eigentliche Freigabe des Tunnels für den Verkehr ist für Ende 2021 geplant.

Ein politisches wie infrastrukturelles Vorzeigeprojekt also, das eines besonderen Schutzes bedarf: Neben dem geistlichen Segen durch Pfarrerin Barbara Röhn und Diakon Elmar Schmid hat Landrätin Maria Rita Zinnecker die Patenschaft für den Tunnelbau übernommen. Sie überreichte den Tunnelbauexperten und Projektleiter Roland Arnold eine Statue der heiligen Barbara, die als Schutzpatronin der Berg­leute gilt. Zinnecker wünschte den Arbeiten einen erfolgreichen und unfallfreien Verlauf. Der Tunnel trägt daher auch ihren Namen, er heißt Maria-Rita-Tunnel.

Mehr Verkehrssicherheit

Der Maria-Rita-Tunnel soll insbesondere die Anwohner von Bertoldshofen vom Durchgangsverkehr entlasten. Laut einer Mitteilung des bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr fahren täglich rund 8.000 Fahrzeuge durch den Ortsteil und weiter ins Nadelöhr von Marktoberdorf, wo bis zu 16.000 Autos und Lkws aufschlagen. „Es ist genau richtig, dass wir hier bauen“, sagte daher auch Bundesverkehrsminister Scheuer. „Die Belastung durch Lärm und Abgase sinkt, die Lebensqualität steigt.“ Insgesamt werde die Region nachhaltig gestärkt, so Scheuer. Auch sein bayerischer Amtskollege Hans Reichhart betonte den Mehrwert des Bauprojekts, für das viele Menschen gekämpft hätten. „Die Umfahrung wird für mehr Verkehrssicherheit sorgen und ist daher dringend notwendig.“

Die Landrätin begrüßte auf „ihrer“ Baustelle und erinnerte an die gemeinsame Anstrengung aller politischer Ebenen, die Umfahrung zu verwirklichen. Sie sei sehr stolz, als irdische Vertreterin der heiligen Barbara fungieren zu dürfen. Auch Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell freute sich, dass der Bergbau mit diesem Tunnel in der Kreisstadt Premiere feierte. Er mahnte jedoch, dass es auch mit der Umfahrung Anwohner gebe, deren Wohnzimmer nun näher an die Bundesstraße rücke. Auch der gestiegene Flächenverbrauch sei die Kehrseite einer mobilen Gesellschaft. „Glück auf!“ wünschten nichtsdestotrotz alle Redner dem anstehenden Tunnelvortrieb und stießen gemeinsam mit den rund 200 Gästen nach bergmännischer Tradition mit einem kleinen Fläschchen Schnaps auf den Erfolg des Bauprojekts an.

von Angelika Hirschberg

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