Sparen bei Familienförderung

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Geht es nach den Vorstellungen der UBI-Fraktion, soll das Geld, das junge Familien erhalten, wenn sie ein städtisches Baugrundstück erwerben, in den sozialen Wohnungsbau umgeleitet werden. Das Foto zeigt den Blick vom alten Wasserturm.

Buchloe – Die UBI-Fraktion im Stadtrat will bei der Familienförderung sparen und hat einen entsprechenden Antrag eingereicht, der im Bauausschuss zur Vorberatung kam. Konkret geht es um die Abschaffung der Förderung beim Erwerb eines städtischen Baugrundstücks durch junge Familien.

2013 hatte der Stadtrat beschlossen, junge Familien durch Zuschüsse zu unterstützen, wenn sie in die eigenen vier Wände ziehen wollen. Bei Erfüllung der internen Kriterien gewährt die Stadt seitdem beim Kauf eines städtischen Grundstückes für jedes Kind im Alter bis zu zehn Jahren einen Nachlass von 10.000 Euro und für Kinder zwischen zehn und 18 Jahren 5000 Euro. Sollte innerhalb von fünf Jahren nach Beurkundung ein weiteres Baby zur Welt kommen, werden nochmals 10.000 Euro als Familienförderung gewährt. 

Stadtrat Rudolf Grieb begründete das Vorhaben seiner Fraktion mit dem inzwischen vollkommen geänderten Marktgeschehen. Während die Zinsen inzwischen fast bei Null angekommen sind, seien die Baupreise explodiert. Er stellte die Frage an das Gremium, ob es noch sinnvoll sei, bei Kaufpreisen von bis 500.000 Euro für ein Reihenhaus noch Familienförderung zu bezahlen. 

Vielmehr solle man das Augenmerk auf den Mietwohnungsbau lenken. Die 1,2 Millionen Euro der Familienförderung sehe seine Fraktion lieber bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaues. Grieb verwies auf die Planungen für das Baugebiet Buchloe Ost. Dort hätte man die Chance, Mietwohnungen im sozialen Wohnungsbau zu errichten. Es sei bekannt, dass es auch in Buchloe an günstigem und bezahlbarem Wohnraum mangele. 

Bürgermeister Josef Schweinberger verwies auf die „große Politik“. Derzeit werde über Förderprogramme für den sozialen Wohnungsbau diskutiert. Buchloe Ost sei derzeit in der Planung und somit sei es für weitreichende Beschlüsse noch zu früh. 

Eine klare Absage an die Pläne der UBI machte CSU-Fraktionschef Herbert Barthelmes. Seine Fraktion bleibe klar bei der bisherigen Familienförderung, die sich bewährt habe. „Wir möchten berechenbar bleiben“, betonte Barthelmes. Immerhin könnten die jungen bauwilligen Familien nichts dafür, dass die Baupreise explodierten. 

Das Thema soll in einer der nächsten Stadtratssitzungen diskutiert werden.

von Siegfried Spörer

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