Gebäude in Thalhofen wird heuer saniert und erweitert

Umbau am Feuerwehrhaus: Brandeilig?

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Wird umgebaut und erweitert: das Feuerwehrhaus in Thalhofen (Stadt Marktoberdorf).

Marktoberdorf/Thalhofen – Da kommt glatt der Eindruck auf, dass es die Stadt Marktoberdorf jetzt brandeilig hat mit dem Umbau am Feuerwehrhaus Thalhofen, das heuer saniert und erweitert wird.

Es soll schnell gehen, damit nicht nur das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) in der Garage Platz hat, sondern im Anbau auf der Rückseite möglichst schnell ein Mannschaftstransportwagen (MTW) stationiert werden kann, mit dem die Leute der Wehr zu Einsätzen gelangen. Bisher fahren sie meist in Privatautos zur Unfall- bzw. zur Brandstelle.

Richard Siegert, bei der Stadt Marktoberdorf für das Gebäudemanagement zuständig, stellte neulich im Ausschuss für Stadt­entwicklung und Wirtschaft die Maßnahmen vor. Die Kosten bezifferte er dabei auf 309.000 Euro, wobei ein gutes Drittel auf den Anbau an der Westseite entfällt. Circa 40.000 Euro sind allein für die Elektrotechnik veranschlagt.

Mit zwölf zu eins ist im Wirtschaftsausschuss der Beschluss getroffen worden, dass heuer 240.000 Euro für die Ertüchtigung und Erweiterung des Feuerwehrhauses in den Etat eingestellt werden. Zu bedenken ist dabei, dass schon 2016 bereits 60.000 Euro und zudem letztes Jahr ein kleiner Betrag für die Maßnahme vorgesehen waren.

Nachdem bereits im Oktober 2017 – damals im Bauausschuss – ausführlich über die Maßnahmen am Feuerwehrhaus berichtet wurde und zwischenzeitlich auch eine Ortsbegehung stattfand, wurden Umbau und Erweiterung im Februar ein zweites Mal thematisiert – diesmal inklusive einer genauen Kostenschätzung. Im Westen wird das Gebäude erweitert. Notwendig ist laut Gebäudemanager Richard Siegert auch der Einbau einer Absauganlage. Zudem gilt es, bei dem kleinen Feuerwehrhaus den Brandschutz zu ertüchtigen, zumal das Schützenheim direkt auf der Südseite angebaut ist.

Die Fahrzeughalle auf der Ostseite wird saniert, fuhr Siegert fort. Eingriffe sind auch beim Schulungsraum notwendig. Auch das Büro des Kommandanten soll zeitgemäß eingerichtet werden. Besonders hob Siegert hervor, dass die baulichen Veränderungen das ganze Gebäude betreffen, also auch die eine oder andere Maßnahme am Schützenheim fällig ist.

Einen Quergiebel vorgeschlagen

In der Diskussion bekannte Franz Barnsteiner von den Freien Wählern: „Mir g’fällts it b’sonders guat.“ Er sprach sich auf der Westseite für einen Quergiebel aus, damit der Schulungsraum, bislang im Untergeschoss untergebracht, nach oben unters Dach verlegt werden könne. An der bisherigen Stelle sei schon öfters Wasser eingedrungen. Zudem könne mit einem Quergiebel damit das Büro des Kommandanten im Gebäude besser platziert werden.

Ralf Baur, der Chef des Stadtbauamtes, gab zu bedenken, dass der nun vorgestellten Ausbauvariante ein „minimaler Aufwand“ zugrunde gelegt worden sei. Damit könne dem Fahrzeugkonzept der Stadt Marktoberdorf für alle Wehren entsprochen werden. Mittleres Löschfahrzeug und Mannschafts­transportwagen würden so in Thalhofen ordentlich untergebracht.

Christian Vávra (Grüne) argumentierte im Gegensatz zu Barnsteiner, dass man die Ertüchtigung am Gebäude nicht durch weitere planerische Eingriffe länger aufhalten soll, damit das Fahrzeug bestellt werden kann. Eugen Kögel (CSU) verwies darauf, dass die Einzelheiten zum Umbau und Erweiterung mit den Beteiligten abgestimmt worden seien. Dann sei dies so auch in Ordnung.

Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell beschloss die kurze Diskussion zum Feuerwehrhaus mit den Worten: „Das werden wir zeitnah angehen.“ Er hatte es „brandeilig“ – und zwar im Bestreben, bei der Sitzung des Ausschusses in der Tagesordnung voranzukommen, zumal noch einige Punkte anstanden und außerdem eine nichtöffentliche Beratung folgte.

jj

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