Umbau der Fußgängerzone Hauptthema bei Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft KF

Neue Perspektiven eröffnen

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Während die Umbauarbeiten in der Fußgängerzone beinahe wunschgemäß vorangehen und am 17. November die Neueröffnung erfolgen soll, gibt es am Obstmarkt Schwierigkeiten mit den Pflasterarbeiten. Großes Lob gab es dennoch bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren für die in der Fußgängerzone beschäftigten Bauarbeiter.

Kaufbeuren – „Eine unserer Hauptaufgaben ist seit jeher Kaufbeuren als Einkaufsstadt positiv darzustellen und da genügt es nicht, nur zu gewissen Zeiten den ,Roten Teppich‘ auszurollen“, so Guido Zeller in seiner einleitenden Rede im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren (AK) im Hotel „Am Kamin“. Zentrales Thema neben den Finanzen und Aktivitäten waren natürlich die Umbaumaßnahmen in der Fußgängerzone. Im Beisein von Bürgermeister Gerhard Bucher und weiteren Mitgliedern der Stadtverwaltung sowie dem neuen geschäftsführenden Vorstand Christian Sobl vom Gablonzer Siedlungswerk gab es allgemein viel Lob für den zügigen Baufortschritt und die hier beschäftigten Handwerker, die nach einhelliger Meinung einen „guten Job“ verrichten.

Wie Vorstandsmitglied Guido Zeller in seinen weiteren Ausführungen hervorhob, seien bis zum jetzigen Zeitpunkt die zunächst befürchteten Umsatzeinbusen während der Umbauphase im Bereich der Fußgängerzone um einiges geringer ausgefallen und so freue man sich auf den 17. November wenn Kaufbeurens „gute Stube“ zum Candle-Light-Shopping wieder eröffnet wird. Nach diesem Blick in die Zukunft folgte ein kurzer Rückblick auf Veranstaltungen der letzten Monate und in einer Vorausschau konnten Zeller und Hans Junginger in seinem Kassenbericht von entsprechenden erfolgreichen Veranstaltungen sprechen.

Das „Osternest“ sei nach wie vor sehr beliebt. Auch die jährlich stattfindenden Märkte, wie Kunsthandwerker-Markt, Frühjahrs- und Martini-Markt, sowie Rustikalmarkt mit jeweils verkaufsoffenen Sonntagen, hätten sich etabliert. Auch der Bürger-Brunch werde gut angenommen. Nachdem im vergangenen Jahr der „Black Friday“ überraschend gut eingeschlagen habe, will man heuer voraussichtlich ab 24. November mit einer „Black Week“ starten. Ein paar Tage zuvor soll am 17. November das überaus erfolgreiche Candle-Light-Shopping mit der Neu-Eröffnung der Fußgängerzone verbunden werden. Der sich anschließende Kaufbeurer Weihnachtszauber mit dem traditionellen Weihnachtsmarkt bildet wieder den Abschluss der für Kaufbeurens Einzelhandel wichtigen Veranstaltungen.

Mit dem sogenannten Sommergarten auf dem Obstmarkt startet die Kaufbeurer Aktionsgemeinschaft am ersten August-Wochenende in die diesjährigen Sommerferien mit einem sicherlich abwechslungsreichen Programm.

Hans Junginger, für die Finanzen zuständig, erklärte in seinem Bericht, dass man bei zahlreichen Positionen den „Rotstift“ angesetzt habe und so konnte ein Plus erzielt werden, sodass zum Jahresende das Vereinsvermögen bei rund 13.000 Euro lag. Dankend wurde im Kassenbericht auch der von der Stadt gewährte Zuschuss von 12.500 Euro erwähnt. Dieser Betrag steht in erster Linie für die Installation der Weihnachtsbeleuchtung durch den Bauhof zu Verfügung.

Baureferatsleiter Helge Carl berichtete über den aktuellen Stand der Umbaumaßnahmen in der Kaufbeurer Fußgängerzone. Man habe hier von Anbeginn die Notwendigkeit einer gemeinsamen Qualitätssituation für die Innenstadt gesehen und so müsse neben dem Handelsangebot die komplette Innenstadt mit ihrer Fußgängerzone attraktiver werden. Dies eröffne für Händler und Kundschaft neue Perspektiven. Carl bezeichnete das während der Bauphase äußerst attraktiv gestaltete „Baustellenmarketing“ als sehr wichtig und gelungen. Dank gab es für die am Bau beteiligten Handwerker und das verantwortliche Bauunternehmen Hubert Schmid. Man sei im Großen und Ganzen mit den Ausführungen und dem Baufortschritt sehr zufrieden. Ziel sei es, die Fußgängerzone rechtzeitig zum Candle-Light-Shopping zu eröffnen.

Ärger habe es jedoch bei den Pflasterarbeiten im Bereich „Obstmarkt“ gegeben (wir berichteten). Die vom verantwortlichen Bauunternehmer beauftragte Firma müsse nach aufgetretenen Mängeln und bereits erfolgten Nachbesserungsarbeiten im Herbst dieses Jahres noch einmal diesen Abschnitt nachbessern.

Auch Zeller dankte für das große Engagement der eingesetzten Arbeiter auf der Baustelle. Man werde sich demnächst bei einer gemeinsamen Brotzeit revanchieren. Leider raube im Bereich „Obstmarkt“ eine für die Feuerwehr freizuhaltende Fläche viel Platz, sodass dieser für mögliche größere Veranstaltungen fehle. Hier solle man noch nach einer brauchbaren Lösung suchen. Wegen Sondernutzungs-Rechten für Reklametafeln und -aufstellern, Straßen-Schirmen, Warenkörben und ähnlichem will man sich vor einer Beschlussfassung noch einmal zusammensetzen.

Stefan Geyrhalter sprach auch noch das Thema „Forettle“ kurz an. Hier werde nach Aussage von Helge Carl bezüglich Anbindung ein verbessertes Konzept erstellt.

Bürgermeister Gerhard Bucher meldete sich abschließend noch zu Wort und lobte ebenfalls die Arbeiten in der Fußgängerzone. Mahnende Worte richtete er an die Anwesenden, was den Fortbestand des Aktionskreises in Neugablonz betrifft. Hier werde um die weitere Existenz gerungen und verzweifelt nach einer handlungsfähigen Vorstandschaft gesucht. Bucher appellierte eindringlich, diese Probleme nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Hier muss zusammengearbeitet werden. Schließlich sind wir eine Stadt und müssten in der Lage sein, so etwas mit einer entsprechenden Aufgabenverteilung lösen zu können“.

Vonseiten der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren zeige man, wie Zeller erklärte, Interesse Neugablonzer Geschäftsleute kennenzulernen und so wolle man das Ganze auch weiterhin beobachten, den Dingen aber freien Lauf lassen und abwarten wie sich alles entwickelt.

von Klaus-Dieter Körber

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