Umfahrung soll für Entlastung sorgen

Der geplante Bau des Kreisverkehrs an der Ecke Kemptener/Kemnater Straße kommt ins rollen. Der Bauaus-schuss hatte jüngst die Auftragsvergabe für das rund 1,2 Millionen teure Bauvorhaben an die Firma Dobler vergeben. Um ein Verkehrschaos in diesem stark befahrenen Ber-eich (rund 20000 Fahrzeuge pro Tag) zu vermeiden, soll die Baustelle über eine „Spange“ östlich umfahren werden.

Wie die Planer jetzt mitteilten, soll die rund 200 Meter lange und sechs Meter breite asphaltierte Umgehung auf dem ehemaligen Wünstel-Grundstück beginnen und später östlich des künftigen Kreisverkehrs in die Kemptener Straße münden. Die Pläne der Verantwortlichen sehen vor, erst die Umgehung zu bauen, dann soll der Kreisverkehr mit diversen Vollsperrungen kommen und später erfolgt der Rückbau der Umgehung. Laut Bauleiter Oliver Endreß laufen aktuell die vorbereitenden Maßnahmen. Dazu gehört auch, Platz für die Umfahrung zu schaffen. Mit Blick auf den Naturschutz teilte der Bauleiter mit, dass es eine naturschutzrechtliche Prüfung geben werde. Aus seiner Sicht müssen lediglich ein Apfelbaum gefällt und ein Baum um-gepflanzt werden. Mit dem Bau der „Spange“ wird die Situation in diesem Bereich deutlich entschärft. „Damit ist die Baustelle nun viel besser zu handhaben“, erklärte der von der Stadt beauftragte Planer Bertram Mooser. Nicht ohne Grund, müssen doch durchschnittlich rund 20000 Fahrzeuge pro Tag an der Baustelle vorbeigeschleust werden. Trotz des enormen Aufwandes hält Mooser an dem Vorhaben Kreisverkehr fest: „Alle Fachkreise sind sich einig, dass der Kreisverkehr die sicherste Lösung ist, die sich an dieser Stelle realisieren lässt.“ Von den vorbereitenden Maßnahmen, die inzwischen angelaufen sind, werden die Verkehrsteilnehmer noch nicht viel mitbekommen, da die Arbeiten hauptsächlich auf Privatgelände durchgeführt werden. Wenn die Umfahrung asphaltiert ist, werden vom 1. bis 25. Mai die Teil- und Vollsperrungen erfolgen. In diesem Zeitraum ist die Kemnater Straße von der Innenstadt aus über die Umfahrung und die Kemptener Straße erreichbar. Danach ist die Zufahrt der Kemnater Straße von Süden her nicht mehr möglich. Erreichbar bleibt nach Angaben der Stadt die Bergstraße. Das Bezirks-krankenhaus ist dann von der Innenstadt aus nicht mehr anfahrbar. Fußgänger hingegen können die Baustelle während der gesamten Bauzeit über einen gesicherten Fußweg passieren. Teil- und Vollsperrungen Mit der Vollsperrung der Kemnater Straße vom 25. Mai bis zum 10. September gilt zudem eine Umleitung über die Straße Am Staffelwald. Demnach erfolgt die Verkehrsanbindung an die Marienschulen sowie an das Bezirkskrankenhaus einzig über den Staffelwald. Die Einfahrt in die Mindelheimer Straße soll mittels einer Ampel geregelt werden. Nach den Sommerferien (10. September), soll die Kemnater Straße voraussichtlich wieder für den Verkehr geöffnet werden. Laut Mooser soll die gesamte Baumaßnahme Mitte Dezember abgeschlossen und die Umgehungsstraße wieder zurückgebaut worden sein. Der Kreisel selbst soll einen Durchmesser von 30 Metern haben, die Fahrbahn ist rund 10,5 Meter breit. In dessen Mitte ist vorerst eine Grünfläche vorgesehen, ob dort später mal Kunst aufgestellt wird, ließ Mooser offen. Aus bautechnischer Sicht stellen laut Bauleiter Endreß vor allem die zahlreichen Versorgungsleitungen ein großes Problem dar. Im Zuge der Arbeiten sollen Leitungen für Kanal und Wasser, Gasleitungen in Teilbereichen neu verlegt werden. Gleiches gilt für Strom, Telekom und Kabel Deutschland.

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