Infoveranstaltung zur Umgestaltung des Neuen Marktes

Vierter Bauabschnitt am Start

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Die Kaufbeurer Stadtverwaltung und ausführende Unternehmen standen den Bürgern bei der Informationsveranstaltung Rede und Antwort.

Kaufbeuren/Neugablonz – „Die Veranstaltung diente dazu, dass die Bürger ihre Anliegen vortragen konnten. Jeder hatte die Gelegenheit, Fragen zu stellen“, resümierte Baureferent Helge Carl zufrieden nach der Informationsveranstaltung.

Vor dem Start mit dem vierten Bauabschnitt zur Umgestaltung des Neuen Marktes hatte die Stadt Kaufbeuren in das Gablonzer Haus eingeladen. Und die etwa 90 interessierten Besucher machten von der Möglichkeit reichlich Gebrauch. Neben dem zuständigen Fachpersonal von Stadtverwaltung und Wasserwerk waren auch die Vertreter der beauftragten Unternehmen und der Polizei vor Ort. 

Nach der ersten Veranstaltung im November 2013 erläuterte der Baureferent nun die wesentlichen Schritte des vierten Bauabschnittes, der im März dieses Jahres beginnt und im November abgeschlossen sein soll. Die ursprünglich schon früher geplante Maßnahme war um rund ein Jahr verschoben worden. „Das hat sich als vorteilhaft herausgestellt“, so Carl. Durch die neue und verkleinerte Ausschreibung sei nicht nur eine verkürzte Bauzeit entstanden, sondern man habe auch Geld gespart. 

Umfangreiche Maßnahmen 

„Die Kastanie ist ein Sorgenkind“, so Baureferent Carl, „aber wir werden sie mit entsprechendem Aufwand erhalten.“ Nach dem Abbruch der gesamten Oberfläche kommt es zu umfangreichen Erneuerungen. Unter anderem werden Versorgungsleitungen wie Wasser und Gas ausgetauscht, es entstehen zwei Kanalbauwerke mit neuem Hauptkanal und eine neue Busverkehrsfläche. 

Dabei wird laut Norbert Haggenmüller als Bauleiter vom Ingenieurbüro Mooser im Kreuzungsbereich begonnen und sich dann in die „Äste rein gearbeitet“. Durch die komplette Sperrung im Zentrum wird der Verkehr über Neue Zeile, Grünwalder Straße und Bürgerstraße umgeleitet. 

Im Wesentlichen zielten die Fragen der Bürger auf den Hauszugang, die Anlieferungsmöglichkeiten von Waren und die Parksituation. „Es wird immer gewährleistet sein, dass Anlieger und Kunden die Häuser erreichen können“, lautete die Antwort seitens Thomas Konter vom zuständigen Ingenieurbüro. Allerdings werden auch die Bürger um Mithilfe durch Information gebeten, wenn es Besonderheiten gibt. 

Kritik an Verkehrsführung 

Kritik flammte abermals an der in Teilen schon realisierten und zukünftigen Verkehrsführung im Kreuzungsbereich auf. „Breite Gehwege und eine schmale Autospur“ und „soviel Stau aufgrund fehlender Abbiegespur gab es noch nie“ meinten zwei Bürger, während ein anderer von „hilfloser Farbkleisterei“ im Kreuzungsbereich sprach. Ein wesentliches Ziel der Umgestaltung des Neuen Marktes sei die Attraktivierung für Fußgänger gewesen, so Carls Entgegnung.

 Abteilungsleiter Ulrich Hofmayr vom Tiefbauamt ergänzte: „Es wird eine komplett neue Ampelsteuerung geben, die sich auch in anderen Fällen bereits bewährt hat.“ Aktuell monierte Staus seien dann Geschichte. Die Realisierung der noch folgenden Bauabschnitte fünf bis sieben – Gablonzer Ring, Marktgasse und Bürgerplatz – ist derzeit noch nicht festgelegt.

von Wolfgang Becker

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