Umstrittener Rundwanderweg

Das Konzept für ein Naherholungsgebiet rund um den Bärensee und Kaufbeuren Süd war das Thema vergangenen Montag im alten Sitzungssaal des Rathauses. Oberbürgermeister Stefan Bosse moderierte die Diskussion.

Obwohl es nur um die Vorstellung von Vorschlägen ging, war der Saal mit rund 50 interessierten Bürgern voll besetzt. Toni Immler von Planum Allgäu stellte zunächst sein Konzept zur Naherholung am Bärensee und im Kaufbeurer Süden vor. Ein wesentlicher Teil davon ist die sinnvolle Verbindung der bereits vorhandenen Wege, unter anderem auch die Fertigstellung des Wanderweges rund um den Bärensee. Dazu gingen die Meinungen der anwesenden Bürger auseinander. Einige halten einen Rundwanderweg für überflüssig und wollen, dass alles so bleibt wie bisher. Sie fürchten zu viele Menschen und ihre „Hinterlassenschaften“, die der Flora und Fauna schaden. Andere lobten Immler’s Vorschläge und sehen in dem Naherholungsgebiet eine Bereicherung für Kaufbeuren und Umgebung. Man dürfe hier nicht „engstirnig“ sein und die Chance „verschlafen“. Laut Bosse fehlt beim Rundwanderweg nur ein kleines Stück auf der westlichen Seeseite an der B16. Das Problem: Ein Grundstückseigentümer will nicht genügend Boden für den geplanten Trampelpfad zur Verfügung stellen. Die Alternative ist ein Steg auf dem See, der das betreffende Stück überbrücken soll. Für den Rundweg sind im Haushalt 170.000 Euro vorgesehen. Wann entschieden wird, was die Stadt konkret unternimmt, ist noch unklar. Immler’s Konzept beinhaltet auch Ideen für die Wertach, wie Erlebnisbereiche in Altwasserarmen mit Matschwaten und Flussüberquerungen. Außerdem soll der Autoverkehr am Südrand von Hirschzell gestoppt werden, damit Fahr-radfahrer und Fußgänger sich ungestört fortbewegen können. Generell ist Immler wichtig, dass die Bemühungen der Stadt um Naherholungsmöglichkeiten nicht mit dem Bärensee-Rundweg auf-hören. Ein ganzheitlich umgesetztes Konzept wäre nötig, damit man die Erholung wirklich nah, also vor der Tür findet, und nicht erst mit dem Auto an einen See fährt. Am Schluss betonte Bosse noch einmal, dass es bei allen Maßnahmen nur um Entwürfe ginge, die auch dem Stadtrat noch nicht vorlägen. Bis auf den Rundweg steht also das Naherholungskonzept für die nächsten Jahre in den Sternen. Einig sind sich alle in einem Punkt: Was auch immer man macht, muss in Einklang mit der Natur passieren.

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