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„Fridays for Future“

Schüler des Jakob-Brucker-Gymnasiums nehmen an Schülerdemo in München teil

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Auf dem Weg nach München, um für den Klimaschutz zu demonstrieren, sind sieben Schüler des Jakob-Brucker-Gymnasiums aus Kaufbeuren.

Kaufbeuren/München – Unter dem Motto „Fridays for Future“ gehen heute Mittag in München wieder Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße. Dieses Mal mit dabei sind sieben Schüler des Jakob-Brucker-Gymnasiums (JBG) aus Kaufbeuren. Unter ihnen ist auch der 15-jährige Luca Neureuter aus der 10 b.

„Wie haben die Aktion der letzten Wochen aufmerksam verfolgt und wollten jetzt selbst auch ein Zeichen setzen. Klimaschutz ist uns wichtig, denn es ist unsere Zukunft. Wenn schon durch die Politik nicht viel passiert, müssen wir uns eben selbst für unsere Zukunft stark machen“, erklärt Luca unserer Zeitung. Und so wollen sie sich heute Mittag in München – mit „hoffentlich vielen“ anderen Mitstreitern – für den Klimaschutz einsetzen. Eigens hierfür haben sie diverse Plakate angefertigt, um ihrer Überzeugung und ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.

Luca und seine Mitstreiter hatten sich zuvor beim Vertrauenslehrer über mögliche Konsequenzen des „Schulschwänzens“ informiert und wollen diese für ihre Überzeugung gerne in Kauf nehmen.

Schulleitung entscheidet individuell über Konsequenzen

Das Bayerische Kultusministerium hat es den einzelnen Schulleitungen überlassen, wie sie mit dem Fernbleiben vom Unterricht umgehen wollen. Wer unentschuldigt fehlt, muss mit einem Verweis rechnen. Viele Direktoren sehen das Engagement grundsätzlich positiv und verlangen eine Entschuldigung der Eltern. Teilweise wird sogar unentschuldigtes Fehlen toleriert, sofern es bei einer einmaligen Teilnahme an der Demo bleibt. Im Jakob-Brucker-Gymnasium will man die Situation erst intern besprechen, so Schulleiter Christof Walter auf Anfrage: „Wir schauen jeden Fall einzeln an und dann werden wir das bewerten.“ So müsse man zwischen jenen Schülern unterscheiden, die sich bislang tatsächlich aktiv für den Umweltschutz eingesetzt haben, und jenen, die solch ein Ereignis zum Blaumachen nutzten.

15-jährige Schwedin dient als Vorbild

Die Jugendlichen folgen einem Aufruf der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die auf der Weltklimakonferenz vergangenes Jahr erklärt hatte, dass sie jeden Freitag die Schule schwänzt, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

von Kai Lorenz

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