Neuer Umgang mit der Umwelt

Umwelttag 2020 unter Mitwirkung von Bürgern, Vereinen und Unternehmen in Kaufbeuren

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Denkmalschutz und Artenschutz im Einklang: Beim Kaufbeurer Umwelttag soll auch der Jordanpark aus Sicht des Denkmal- und Artenschutzes vorgestellt werden.

Kaufbeuren – „Batnight“, Blumenwiesen und Artenvielfalt – mit verschiedensten Aktionen will der Kaufbeurer Umwelttag 2020 auf Themen wie Naturzerstörung und Naturschutz aufmerksam machen und das Bewusstsein für die Umwelt schärfen. Für den Umwelttag, der erstmalig am 6. Juni nächsten Jahres stattfinden wird, ist die Beteiligung von Bürgern, Vereinen und Unternehmen gefragt.

Eine Aussicht darauf, welche Programmpunkte die Besucher erwartet, gab Andrea Gimple vom städtischen Umweltamt kürzlich im Kaufbeurer Umweltausschuss.

Nachdem im Juni 1972 die erste Weltumweltkonferenz der Vereinten Nationen in Stockholm stattgefunden hatte, gibt es seitdem international einen Aktionstag im Namen der Umwelt; in Deutschland seit 1976. Nach einem Antrag der Kaufbeu­rer Initiative (KI), die einen eigenen Umwelttag für die Wertachstadt anregte, feiert der Kaufbeurer Umwelttag nun im nächsten Jahr Premiere.

Spannende Mitmachaktionen und vielfältige, im Stadtgebiet verteilte Aktionen mit Fokus auf Naturerlebnis, Beiträge zum Arten- und Klimaschutz sollen Anregungen bieten und zum Austausch animieren.

Raum für Austausch und Visionen

Auf dem Programm stehen zum Beispiel Führungen, wie die Fledermausführung („Batnight“), ein Fotowettbewerb zu verschiedenen Themen und eine Diskussionsrunde mit Politikern aller Fraktionen zu dem Thema „Forderungen und Visionen für einen neuen Umgang mit der Umwelt“, wobei auch Umwelt- und Naturschutzverbände, kirchliche Initiativen und Gruppen wie „Fridays for Future“ und „Critical Mass“ mit einbezogen werden können.

Wie der Wald der Zukunft aussieht, beleuchtet das Staatliche Forstamt. Regionale Betriebe geben Einblicke in ihren Betriebsalltag und die Haltungsbedingungen der Tiere, während sich in der Innenstadt Geschäfte am Umwelttag beteiligen können, etwa Drogerien mit Naturkosmetik oder Bekleidungsgeschäfte, die Fair Trade-Kleidung anbieten.

Auch Unternehmen stellen ihre Leistung für den Umweltschutz vor, wie beispielsweise die Firma Hawe, die mit Projekten wie Schafbeweidung und Imkerei Einsatz im Sinne der Umwelt zeigt.

Daneben werden unter anderem das Repair Café und die Allgäuer Blumenwiese als nachhaltige Projekte in der Stadt präsentiert. Ob Biber, Bienen oder Vögel – für alle interessierten Besucher gibt es am Umwelttag einiges zu erleben und erfahren.

Stadträte stehen dahinter 

Gimple hoffte in diesem Sinne auf zahlreiche Akteure, die sich beteiligen, um die Veranstaltung zu einem Erfolg zu machen. Auch bei den Stadträten kam die Idee, einen Umwelttag zu veranstalten, gut an. Dr. Thomas Jahn (CSU) hob Innovationen und Errungenschaften der Region in Sachen Umweltengagement lobend hervor, und regte an, im Zuge des Umwelttages die Plattform auch dafür zu nutzen, um jene „Umweltmythen zu entzaubern“, die als ökologisch präsentiert werden, es laut Jahn jedoch nicht vorbehaltlos sind. Als Beispiel nannte er die E-Mobilität, aber auch Windräder, für die nicht nur Bäume fallen müssten, sondern die auch eine Lebensgefahr für Vögel darstellen würden.

Mahi Kola

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