„Das Wohnzimmer der Stadt“

Umzug des Mehrgenerationenhauses Mitten in die Altstadt

Jeder ist willkommen im neuen Generationenhaus Kaufbeuren.
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Jeder ist willkommen im neuen Generationenhaus.

Kaufbeuren – Mit einem Lächeln sitzt Angelika Lausser in den neuen Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses/Generationenhauses Kaufbeuren. Direkt am Hafenmarkt, versehen mit großen Schaufenstern, die einen wunderbaren Blick zum Gucken und somit Lust zum Verweilen schaffen, ist die Einrichtung nun beheimatet. „Jeder wird uns willkommen sein“, sagt Lausser über die Zeit, in der die pandemische Lage eine Öffnung wieder zulässt. Lange hat sie an dem Umzug gearbeitet. Wohl habe man sich gefühlt auch in der alten Heimat im Baumgarten – wo das Mehrgenerationenhaus eben aber deutlich versteckter und kleiner war als nun.

„Durch die zentralere Lage in der Altstadt sind wir aber nun einfacher erreichbar, können uns an Aktionen und Veranstaltungen in der Altstadt besser beteiligen und haben durch die deutlich gewachsenen Räume viel mehr eigene Möglichkeiten“, freut sich Lausser. Die Nachfrage nach den Angeboten des Mehrgenerationenhauses sei riesig, spürte Lausser zuletzt. Das Cafè Kunterbunt etwa habe geboomt. So ist es gut, dass es wieder 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Während die Jüngsten in einer eigenen Spielecke toben können, ist für die Erwachsenen Platz für einen Austausch. Das sei eines der vielen niederschwelligen Angebote, sagt Lausser und blickt auf die offenen und sehr übersichtlichen neuen Räume.

Das Cafè Kunterbunt ist aber nur eine Veranstaltung von vielen, auf die schon sehnlich gewartet wird. Auch das heitere Gedächtnistraining für Senioren scharrt quasi schon mit den Hufen, ebenso die gemeinsamen Kochkurse. Für Senioren soll eine Handysprechstunde eingerichtet werden. „Kommen, gucken, lernen, staunen, erfahren – so einfach geht das eben im Mehrgenerationenhaus“. Das ist das, was Lausser mit „niederschwelligen Angeboten“ meint. Dazu gehört auch das offene Elternfrühstück, an dem auch Ratgeber teilnehmen. „Wir vermitteln da ein Stück weit zwischen den großen Fragezeichen und Experten“.

Freundlich und modern präsentiert sich das jetzt Mehrgenerationenhaus, direkt Hafenmarkt.

Zu kurz kam durch die Pandemie auch die Freiwilligenagentur Knotenpunkt des Generationenhauses. Diese richtet sich eigentlich an Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen sowie an Einrichtungen und Organisationen, die Stellen für Freiwillige anbieten. Lausser: „Beide Bereiche werden von uns betreut, beraten und im Idealfall zusammengeführt. Leider hat durch Corona das Ehrenamt erheblich gelitten, so dass hier unser Engagement zukünftig noch wichtiger wird.“

Ausgebaut werden soll auch die Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring Kaufbeuren – verstärkt möchte das Mehrgenerationenhaus Angebote für Kinder bis zehn Jahre anbieten, etwa in Form von Tagesprojekten über Bienen, Schmetterlinge oder anderes.

Mehrgenerationenhäuser sind aus Deutschland längst nicht mehr wegzudenken. Die Politik bezeichnet sie als Erfolg, hat ihre Zukunft langfristig gesichert. 90 davon gibt es alleine in Bayern. Noch mehr als vorher, weil nun präsenter vertreten, sieht Lausser ihre Einrichtung als „Wohnzimmer der Stadt“.

„Hingehen, wohlfühlen, ratschen“, so Lausser. Was für sie Erfolg bei ihrem Projekt ausmacht? „Erfolg ist, wenn sich in diesen Räumlichkeiten Leben entfaltet. Wenn Menschen gerne hierherkommen, einen Kaffee trinken und ein schönes Miteinander haben. Und ganz wichtig natürlich. Es macht Spaß, die Begegnung von Jung und Alt zu sehen.“

kb

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