Das Ganze soll heuer über die Bühne gehen

Unisono am Orchestergraben des Modeons: Technik wird ertüchtigt

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Blick in den Orchestergraben. Für den variablen Hubboden – hier ziemlich weit unten – braucht’s einen neuen Antrieb.

Marktoberdorf – Unisono befürworten die Stadträte eine technische Verbesserung der Bühnentechnik im Orchestergraben des Modeons. Der gravierendste Mangel besteht beim Antrieb mit einer Bremse. Eine zweite muss dringend nachgerüstet werden.

„Obacht, Finger weg“, ruft Jürgen Dietrich – er ist im Modeon Meister für Veranstaltungstechnik – den interessierten Stadträten zu, die sich zum Ortstermin am Orchestergraben versammelt haben. Langsam fährt er das Podium im Orchestergraben vier Meter nach oben.

Diese bühnentechnische Anlage stammt aus dem Jahr 1982 und wurde von einer Firma aus der Oberpfalz ausgeführt. Damals gab es noch keine variable Motordrehzahl, was für eine sanfte Bewegung aber notwendig ist. Auch andere Überwachungsanzeigen sind nicht vorhanden. Es sind also wesentliche Nachrüstungen nötig, um den Antrieb wieder voll nutzen zu können.

Die Stadträte begaben sich nachher auch noch in die Katakomben des großen Veranstaltungshauses. Am schmalen Gang – unter dem Souffleurkasten – zeigte ihnen Richard Siegert, der Gebäudemanager der Stadt, den Spindelantrieb, wo die zweite Bremse fehlt. Er wird deshalb vom TÜV nicht mehr abgenommen. Der beauftragte Sachverständige empfiehlt einen Kettenantrieb.

Bis Oktober fertig

Die Arbeiten werden heuer bis zum Oktober ausgeführt. Bis zur ersten Vorstellung in der Saison 2019/2020 soll das Ganze über die Bühne gehen. Die Stadträte haben in der anschließenden Sitzung im Rathaus, die auf den Ortstermin folgte, der Maßnahme einmütig zugestimmt. Es wird von Kosten in Höhe von 200.000 Euro ausgegangen.

Bereits 2013 wurde ein Teil der Bühnentechnik auf Vordermann gebracht, wie Richard Siegert auf Anfrage erklärte. Dazu gehörten die sichtbaren Bereiche mit den Scheinwerferleisten vor und über der Bühne.

Arno Jauchmann bat darum, dass zusätzlich noch ein iPad angeschafft werde, mit dem die Lautstärke auch im Foyer vor Ort gesteuert werden könne. Das koste 600 Euro. Es vereinfache aber Abläufe; der Techniker müsse nicht jedes Mal zum Regulieren in die Kanzel hinauf.

Das Modeon wurde im Herbst 1983 eröffnet. Es ist mit dem 800 Personen fassenden Saal und mit dem weiten Foyer das größte Veranstaltungshaus zwischen Kempten und Weilheim.

jj

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