Teilnehmer am Planspiel Börse der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren spüren die Kursschwankungen

Unruhige Börse, schweres Spiel

+
Spaß beim Börsenspiel: Michael Sambeth (Leiter Marketing Sparkasse, li.) und Lehrkraft Peter Walcher (re.) mit dem Team „Gucci Gang“ (v. li.) Lucca Ihrke, Marco Bär, Daniele De Luca und Justin Pache.

Kaufbeuren – Es ist für die teilnehmenden Gruppen am Planspiel Börse der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren derzeit nicht leicht, Gewinne zu erzielen. Das wird bei einem Gespräch des Kreisbote mit einer Gruppe in der Klasse V10 der Kaufbeurer Wirtschaftsschule Frenzel deutlich.

„Letztes Jahr lief es deutlich besser“, erinnert sich Marco Bär (16), der mit Justin Pache (17) bereits 2017 dabei war, „der Börsencrash ist für alle problematisch.“ „Das macht dennoch viel Spaß“, ergänzen ihre Partner Daniele De Luca (16) und Lucca Ihrke (15) in der Gruppe mit Namen „Gucci Gang“, die das erste Mal mitmachen.

Warum macht Ihr mit? Welchen Reiz hat das Spiel?

„Gucci Gang“: Wir sind gerade in der Abschlussklasse und es macht Sinn, dass wir mit der Teilnahme den Brückenschlag von der Theorie zur Praxis schlagen können. Am Ende steht ein Portfoliobericht in Form einer Dokumentation und Präsentation, der benotet wird.

Wie stark nutzt Ihr die verschiedenen Informationsquellen? Welche?

Justin Pache: Hauptsächlich nutzen wir die Handyapp vom Planspiel Börse, aber zusätzlich auch Informationen bei finanzen.de, wo man ebenfalls die Firmen­entwicklung beziehungsweise von Aktien sehen und danach die Kaufentscheidungen fällen kann.

Findet eine Analyse der Zusammenhänge zwischen den Ereignissen an den Märkten und den Unternehmen statt?

Marco Bär: Ja, da gibt es auch noch andere Sachen. Wir sehen uns Videos auch auf Youtube an. Beispielsweise Netflix macht gerade einen eigenen Streaming-Dienst auf, da ist die Aktie ziemlich stark runter gegangen. Wir hoffen natürlich, dass sie dann wieder hoch geht. Da gerade bei Bekleidung eine starke Nachfrage herrscht, haben wir auch in Nike und Adidas investiert.

Werden die Möglichkeiten der Diversifikation genutzt oder konzentrieren sich die Aktivitäten auf wenige Anlagen?

„Gucci Gang“: Am meisten haben wir mit jeweils rund einem Drittel in Amazon und Adidas investiert, in der Hoffnung, dass das am meisten steigt. Der Rest verteilt sich auf andere Konsumgüter wie Nike, Netflix und Coca Cola.

Welches Ziel in der Platzierung verfolgt Ihr?

Lucca Ihrke und Daniele De Luca: Natürlich wollen wir den größtmöglichen Gewinn erzielen. Bevor wir uns aber zu große Ziele setzen, wollen wir erst einmal die Besten in der Klasse werden.

Derzeit seid Ihr dort auf Platz vier der Sparkasse und deutschlandweit auf Platz 841 von über 10.000 Teilnehmern beim Nachhaltigkeitsertrag. Finden auch Anlagen von Unternehmen mit gutem Nachhaltigkeitsertrag Euren Zuspruch?

Justin Pache: Ja, ich wollte von Anfang an eine solche Aktie im Portfolio haben. Adidas gehört dazu. Wir werden aber im Moment unsere gesamte Strategie noch nicht ändern, sondern uns dies gegebenenfalls erst am Ende überlegen.

Welche Schützenhilfe gibt es denn vor der Sparkasse? Nehmt ihr diese Unterstützung an?

„Gucci-Gang“: Sehr wichtig ist natürlich der Austausch im Team, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Hilfreiche Informationen erhält man aber auch in der Auftaktveranstaltung in der Sparkasse, die im September stattgefunden hat. Gleichzeitig erhält man im Internet, in der Tageszeitung, auf der Sparkassenhomepage und in den sozialen Netzwerken der Sparkasse einige Tipps und Tricks.

Auch Peter Walcher als begleitende Lehrkraft ist erfreut über das Engagement der „Börsianer“: „Mich freut es, dass sie sich stark für das Börsengeschehen interessieren und Strategien überlegen. Sie nutzen verschiedene Wege, gehen auch mal ein Risiko ein und sammeln so Erfahrung. Außerdem bereichert es den Unterricht und bringt uns weiter.“ Mit der Unterstützung durch die Sparkasse während des Spielverlaufs zeigten sich sowohl die Teilnehmer als auch die Lehrkraft äußerst zufrieden.

von Wolfgang Becker

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lieferengpass bei Holz: Brücke über die Neugablonzer Straße wartet auf Sanierung
Lieferengpass bei Holz: Brücke über die Neugablonzer Straße wartet auf Sanierung
Zwei Zwergkaninchen aus einem Garten in Buchloe gestohlen
Zwei Zwergkaninchen aus einem Garten in Buchloe gestohlen
Landkreis Ostallgäu: 7-Tage-Inzidenz von 35 erreicht
Landkreis Ostallgäu: 7-Tage-Inzidenz von 35 erreicht

Kommentare