Widerstand gegen Bistroschließung im Buchloer Hallenbad

"Ein entsetzliches Vorhaben"

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857 Unterschrift gegen eine Schließung des Kiosk- und Bistrobereiches im Buchloer Hallenbad nahm Bürgermeister Josef Schweinberger im Rathaus entgegen. Das Foto zeigt Stadträtin Elfriede Klein (v. li.), Hansjörg Rogg, Anna Holzer, Bürgermeister Josef Schweinberger, Roland Blochum, Ali Cengiz und Karsten Tapper.

Buchloe – Der ersatzlose Abriss des Bistros im Buchloer Lehrschwimmbad geht Roland Blochum erheblich gegen den Strich.

Zusammen mit einigen anderen Gleichgesinnten gründete er eine Art Bürgerbewegung gegen die Schließung des Kiosks. Das Hallenbad am Schulzentrum wird, wie berichtet, grundsaniert. Nach der Sanierung wird es keinen Bistrobereich mit Kiosk mehr geben. Das hatte der Schulverband der Mittelschule beschlossen. Als Grund wurden die hohen Kosten angegeben. Dafür sollen Automaten aufgestellt werden. Blochum und seine Mitstreiter waren in Buchloe mit Unterschriftenlisten unterwegs. Innerhalb kurzer Zeit sammelt sie 857 Unterschriften.

Vorige Woche überreichte die Delegation die Unterschriftenlisten im Rathaus an Bürgermeister Josef Schweinberger. Eigentlich hätte das Ganze in einigen Minuten über die Bühne gehen müssen. Doch die Hartnäckigkeit des Roland Blochum zwang Schweinberger, sich die Argumente der Bistrobefürworter noch einmal anzuhören. Über eine Stunde dauerte dann der Austausch der Argumente. Mit dabei Stadträtin Elfriede Klein von den Grünen. Sie unterstützt zwar die Gruppe um Roland Blochum, kennt aber auch die Hintergründe und Probleme vor allem mit der zukünftigen Finanzierung eines privat betriebenen Bistros. Als ein „entsetzliches Vorhaben von Bürgernähe weit entfernt“ bezeichnete Blochum das Vorhaben. „Wir ersuchen deshalb dringend die Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte in der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe, Jengen, Lamerdingen und Waal und den Mittelschulverband, die geplanten Sanierungsarbeiten im Hallenbad Buchloe dahingehend zu ändern, dass der Bereich Bistro und Kiosk (mit Bewirtung) auch nach der Hallenbadsanierung beibehalten wird“.

Blochum schreibt weiter in dem Anschreiben an den Buchloer Rathauschef, „wir erwarten bezüglich der Sanierung des Bereiches Bistro mit Kiosk keinen kostenaufwändigen Neubau, sondern lediglich eine sparsame und effektive Sanierung, beschränkt auf das zwingend Notwendige“. Schweinberger machte der Delegation deutlich, dass nur der Beschluss des Schulverbandes und ein Stadtratsbeschluss zur Übernahme der Kosten die Grundlage für die Finanzierung des privat betriebenen Kiosks mit Bistro sein könne. Schweinberger sagte zu, dass im Schulverband auf der nächsten Sitzung eine kleine Delegation der Bistrofreunde Gelegenheit erhalten sollen, ihre Argumente vorzutragen.

Von Siegfried Spörer

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