Betreuung im August

Unterstützung für Marktoberdorfer Familien: Keine Kita-Gebühren ab 1. Mai

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Die Kindertagesstätten der Stadt, wie hier die Kinderkrippe „Pusteblume“ sollen im August regulär offen sein – falls es die Corona-Situation erlaubt.

Marktoberdorf – Seit dem 16. März haben Kindertagesstätten in Marktoberdorf wie im ganzen Land geschlossen. Eltern und Familien stellt das vor viele Herausforderungen, denn nur für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind, wird eine Notbetreuung angeboten.

Für die meisten Familien bedeutet dies seitdem: Sie müssen Arbeit, Beschulung und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen. Und damit ohnehin schon eine Doppelbelastung stemmen. Hinzu kommt, dass sie die Betreuungsgebühren für Krippe, Kindergarten und Hort mittlerweile sechs Wochen weiter entrichtet haben. Nicht nur die Stadtverwaltung, auch die Redaktion des Kreisbote erreichten viele Stimmen von Eltern, die ihr Leid darüber klagten.

Jetzt hat nicht nur die Stadt, sondern auch die Staatsregierung fast zeitgleich auf dieses Dilemma reagiert und Eltern Unterstützung in Aussicht gestellt. Vergangenen Montag verkündete Ministerpräsident Markus Söder, dass der Freistaat ab Mai die Kita-Gebühren für drei Monate übernehme. Dies gelte für Krippenkinder, Kindergarten- und Schulkinder in der Hortbetreuung. Auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell zeigte sich ob dieser Ankündigung erleichtert. Überschnitten hat sie sich mit einer Eilentscheidung des Stadt­oberhaupts, die ebenfalls vorsah, zum ersten Mai bis auf Weiteres die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in städtischen Einrichtungen auszusetzen. Dies gelte allerdings nicht für die Kinder, die die eingerichtete Notbetreuung beanspruchten.

Kitas im Sommer geöffnet

Außerdem geht die Stadt in einem zweiten Punkt über die Maßnahmen des Freistaats hinaus und kommt den Bedürfnissen der Eltern entgegen. Sie wird ihre Betreuungseinrichtungen heuer im Sommer öffnen, wie Bürgermeister Hell in der jüngsten Stadtratssitzung bekannt gab. Die für die Zeit vom 3. August bis zum 2. September festgesetzten Schließtage werden auf den Monat Mai vorgezogen. So kann ab dem 3. August reguläre Kinderbetreuung angeboten werden. Hell erläuterte diesen Schritt mit der Annahme, dass sich bis in den Sommer der Alltag wieder einigermaßen etabliere, Betriebe in die Produktion gingen und der Sommerurlaub vermutlich nicht in gewohnter Weise stattfinden könne. Grünen-Stadtrat Georg Martin äußerte sich nach der Sitzung gegenüber dem Kreisbote, dass er froh sei, dass die Stadt seine Idee zur Entlastung der Familien aufgenommen habe. Er sprach von einem nachvollziehbaren Wunsch der Eltern.

von Angelika Hirschberg

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