Urgestein in Blau übergibt Amt

Alte und neue THW-Führung (v. links): Tilman Gold, Andreas Bertele, Alfons Winkler, Thomas Follner, Benjamin Scharpf, Bernd Urban (Geschäftsstelle Kempten). Foto: Becker

In Anwesenheit zahlreich erschienener Gäste übergab vergangenen Freitag Alfons Winkler nach zehnjähriger Tätigkeit seine Funktion als Ortsbeauftragter und Leiter des THW‑Ortsverbandes Kaufbeuren an Benjamin Scharpf. Gleichzeitig übernahm Andreas Bertele die Funktion des Stellvertreters von seinem Vorgänger Thomas Follner. Damit fand ein Generationswechsel an der THW-Führungsspitze statt.

Zahlreiche Gäste aus den Bereichen Polizei, Rettungsdienste, Wirtschaft und Versorgungsunternehmen waren der Ein- ladung zum Führungswechsel gefolgt. Tilman Gold vom Landesverband Bayern nahm den Wechsel im Auftrag des Landesbeauftragten vor. Alfons Winkler wird nach 33 Jahren Mitgliedschaft aber auch weiterhin dem THW mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Bereits vor Übernahme der Führungsfunktion im Jahr 2000 konnte er schließlich schon auf eine 13 Jahre währende Tätigkeit als Ortsbeauftragter des Ortsverbandes Westendorf zurückblicken. Nach der Zusammenlegung mit dem Kaufbeurer Ortsverband war es letztlich seinem großen Einfühlungsvermögen und seiner Besonnenheit zu verdanken, dass die Integration problemlos vonstatten ging. Bundesanstalt ehrt Der heute 111 Mitglieder umfassende Verband wurde ein leistungsstarker Partner in der Gefahrenabwehr. Unter der Führung von Winkler fand die Teilnahme an verschieden Einsätzen auch überregional statt wie zum Beispiel beim Elbe-Hochwasser, dem Weltjugendtag in Köln und in Onna (Italien). Tilmann Gold bezeichnete Winkler im Hinblick auf die blaue Uniform des THW als „Urgestein in Blau“ und überreichte ihm für seine Leistungen das vom THW-Präsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk verliehene Ehrenzeichen in Silber. Ehrenamt unverzichtbar In seiner Ansprache hob Tilmann Gold die Bedeutung des Ehrenamtes im Allgemeinen und im Besonderen in der praktizierten Führungsfunktion hervor und zitierte dazu Bundeskanzlerin Merkel: „Ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen!“ Gerade in einer Organisation wie dem THW mit rund 80.000 Mitgliedern bundesweit und lediglich einem Prozent hauptamtlicher Mitarbeiter werde ein unverzichtbarer Beitrag für die Gesellschaft erbracht. Oberbürgermeister Stefan Bosse betonte, dass Daten und Fakten sich leicht ablesen ließen. „Aber“, so Bosse, „entscheidend ist, was der Mensch Alfons Winkler geleistet hat.“ Er habe stets im Hintergrund gearbeitet und eine wichtige Aufgabe für die Gemeinschaft und als Bindeglied in der Gesellschaft übernommen. In seiner Abschiedsrede bezeichnete Winkler sich selbst in Anspielung auf das THW-Symbol lediglich als „Zahnrad“ und dankte insbesondere seiner Frau und Familie, denen ein ganz großes Stück vom Orden gebühre. Während die Gäste beim Eintreffen mit einem Ständchen der Tänzelfest-Knabenkapelle begrüßt wurden, begeisterte das Geschwister-Trio Felix (12), Fabian (11) und Sophia (7) Jüngling während der Veranstaltung mit musikalischen Einlagen.

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