Ursache für Keime im Aitranger Wasser womöglich gefunden

Düngung mit Gülle wohl schuld

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Möglicherweise ist eine Gülleausbringung die Ursache dafür, dass das Aitranger Wasser verkeimt ist.

Aitrang - Die Ursache für die Keime im Aitranger Trinkwasser könnte gefunden worden sein. Wie Aitrangs Bürgermeister Jürgen Schweikart in einer Pressemeldung mitteilt, könnte eine Gülleausbringung ursächlich sein.

Bei einer gemeinsamen Ortseinsicht mit dem Gesundheitsamt und dem Wasserwirtschaftsamt Kempten wurde von allen Beteiligten festgestellt, dass eine Gülleausbringung in der Schutzzone W III stattgefunden hat, die auch bis in die Schutzzone W II hineinreichte.

In der W II ist eine Düngung mit Gülle verboten. Die Begüllung könnte eine potentielle Ursache der Verkeimung sein, so der Bürgermeister. Die Untere Wasserrechtsbehörde im Landratsamt Ostallgäu hat jetzt ein Bußgeldverfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet.

Zum laufenden Verfahren können keine Angaben gemacht werden, da die Anhörung der Zeugen noch abzuwarten ist.

Abkochanordnung gilt weiterhin

Zurzeit wird eine mobile Chlorungsanlage eingesetzt. Nach Erreichen eines Chlorgehaltes von mindestens 0,1 mg/L im ganzen Ortsnetz von Aitrang sind im Anschluss an drei verschiedenen Stellen einmalig mikrobiologische Proben zu ziehen. Sind alle drei Proben unauffällig, so kann die Abkochanordnung aufgehoben werden, die Chlorung bleibt jedoch bis auf weiteres in Betrieb. Die Gemeinde wird die Öffentlichkeit sofort darüber informieren, wenn die Abkochanordnung vom Gesundheitsamt aufgehoben wurde.

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