Für die CO2-Bilanz und Wertschöpfung

Verantwortungsvoll: Regionale Holzspezialisten vermarkten Bauholz unter einer neuen Marke

Georg Wanner (v. li.), Prinz Georg von der Leyen, Paul Engel, Alexander Schmid, Peter Kreuzer, Alban Engstler, Peter Engel, Georg Seltmann und Peter Wanner.
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Setzen voll auf Holz aus dem Allgäu für das Allgäu: Georg Wanner (v. li.), Prinz Georg von der Leyen, Paul Engel, Alexander Schmid, Peter Kreuzer, Alban Engstler, Peter Engel, Georg Seltmann und Peter Wanner.

Waal/Landkreis – Mit der Gründung der neuen Marke „Allgäu Massivholz“ wollen sechs Sägewerksfamilien aus dem Ost-, Unter- und Oberallgäu die Vermarktung von Fichten- und Tannenhölzern aus dem Allgäu ankurbeln und damit einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zum Klimaschutz leisten. Ihr Ziel ist es, für regionale Bauvorhaben Qualitätsholz aus dem Allgäu zu verwenden und nicht Holzprodukte, die über hunderte oder sogar tausende von Kilometern aus Nord- und Osteuropa ins Allgäu transportiert werden.

Hinter der Marke „Allgäu Massivholz“ stehen sechs Sägewerke, die zum Teil seit über fünf Generationen mit dem Rohstoff Holz umgehen. Dabei achten sie darauf, verantwortungsbewusst mit der natürliche Ressource umzugehen. Sie haben alle ihr Handwerk gelernt und sind fest im Allgäu beheimatet und verwurzelt. Hinter der neuen Marke stehen die Holzwerke Waal (bei Buchloe), Holz Kreuzer (Bad Wörishofen), die Sägewerke Wanner (Böhen bei Ottobeuren), Engel (Bad Grönenbach), Engstler (Kraftisried) und das Sägewerk Seltmann aus Buchenberg. Gemeinsam verarbeiten und veredeln sie pro Jahr über 150.000 Festmeter Rundholz aus der Region.

Verantwortungsbewusstsein empfinden die Holzverarbeiter nicht nur gegenüber der Natur. Auch im Umgang mit ihren Lieferanten, Geschäftspartnern und mit den Kunden möchte die neue Marke ein Zeichen setzen. „Wir lieben Holz und leben diese Leidenschaft für das regionale Holz. Mit ,Allgäu Massivholz‘ möchten wir klar machen, dass unser Fichten- und Tannenholz aus den Allgäuer Wäldern nicht nur ein Top-Produkt ist, sondern auch das nachhaltigste Bauprodukt, das hier bei uns in der Region erhältlich ist. Es wächst hier, es wird im Allgäu bei erfahrenen Sägewerksbetrieben handwerklich verarbeitet und wird von regionalen Zimmereien und Holzbauunternehmen professionell vor Ort eingesetzt“, sagt Prinz Georg von der Leyen von den Holzwerken Waal. Gemeinsam mit Peter Kreuzer (Holz Kreuzer) leitet er die jetzt gegründete Allgäu Massivholz GbR als Geschäftsführer.

Tatsächlich ist die Öko-Bilanz der Sägewerke sehr gut, denn der Holzforschung der Technischen Universität München zu Folge, bindet ein Kubikmeter Holz umgerechnet eine Tonne CO2. „Wer auf Holz als Baustoff setzt, der leistet seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz. Und wer darauf achtet, dass diese CO2-Bilanz nicht durch lange Transportwege geschmälert wird, der handelt dabei besonders verantwortungsbewusst“, erklärt Kreuzer.

Respektvoller Umgang

Auf die regionale Wertschöpfungskette möchten die Sägewerksbetreiber ebenfalls den Fokus legen. „Wir sichern mit unserem Vorhaben viele Arbeitsplätze. Nicht nur in unseren Sägewerken, sondern auch bei unseren Lieferanten wie den Waldbauernvereinigungen, Forstbetriebsgemeinschaften oder auch den Staatsforsten sowie den privat bewirtschafteten Wäldern. Und sicher haben auch Zimmereien und Holzbauunternehmen bei der Auftragsvergabe einen Wettbewerbsvorteil, wenn sie sich zu Qualitätsholz aus dem Allgäu bekennen“, ist der Geschäftsführer aus Bad Wörishofen überzeugt. So sei nachhaltiges Bauen keine Modeerscheinung, sagt von der Leyen. „Es geht doch in allen Lebensbereichen darum, dass wir respektvoll mit den Ressourcen umgehen.“

Auf der Webseite der neuen Marke, unter www.allgaeu-massivholz.de, erklären die sechs Sägewerke ihre Vision und geben einen Einblick in ihre Unternehmen.

kb

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