"Frauen zur Feuerwehr"

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Florian Ramsl von der Versicherungskammer Bayern übergibt symbolisch das Schaumrohr für den Schaumtrainer an Kreisbrandrat Markus Barnsteiner.

Irsee/Ostallgäu – Die aktuelle Imagekampagne des Bezirksfeuerwehrverbandes Schwaben „Frauen zur Feuerwehr“ läuft erfolgreich. Mit weiblicher Unterstützung könne die Alarmsicherheit weiterhin gewährleistet werden. „Alle damit verbundenen Vorbehalte konnten in der Praxis ausgeräumt werden“, sagte der Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbandes Michael Seger.

Über zahlreiche Veranstaltungen und auch diese Kampagne informierten Seger und weitere Personen vor der Verbandsversammlung vergangene Woche in Irsee.

In zahlreichen Projekten wie Rauchkammer, Wärmebildkamera und Infomobil Handfeuerlöscher haben die Feuerwehren bei der Versicherungskammer Bayern einen zuverlässigen Partner, freute sich Seger und bedankte sich gleichzeitig beim anwesenden Vertreter.

Die Kommunale Unfallversicherung biete Fahrsicherheitstraining an, was auch schon bei 20 Terminen genutzt worden sei. Der Freistaat Bayern unterstütze die Ausbildung durch einen feststoffbefeuerten Brandübungscontainer und die Modulare Truppausbildung sei inzwischen fester Bestandteil in der regelmäßigen Ausbildung, fasste der Vorsitzende zusammen.

„Wichtiger Bestandteil zur Steigerung der Qualität in der Ausbildung für die Feuerwehr sind die Feuerwehrschulen in Geretsried, Regensburg und Würzburgderen Kapazität an Lehrgangsplätzen von 330 auf 450 ausgebaut werden soll“, erklärte Seger.

Die Frauenbeauftragte Annelies Lang ist auf den aktuellen Plakaten der Kampagne „Frauen zur Feuerwehr“ zu sehen. Sie berichtete über den Erfolg der Werbekampagne und auch über Zuspruch durch entsprechende Zeitungsartikel. Gleichzeitig appellierte sie aber auch an die anwesenden Führungskräfte der Feuerwehren, weiterhin Werbung für „Frauen zur Feuerwehr“ zu machen.

Für den Fachbereich „vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz“, wies Markus Barnsteiner, Kreisbrandrat und erster Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Ostallgäu, auf neu gefasste Lehrgänge hin, die „mit Fragen zu Flucht- und Rettungswegen bis in die Bauordnungen hineinreichen“.

Nach Hans-Peter Schneider arbeite man im Fachbereich EDV an einer neuen statistischen Auswertesoftware zur zeitsparenden Einsatznachbereitung.

In Fragen der „Technik und Ausrüstung“ berichtete Kreisbrandinspektor Wolfgang Endres über Neuerungen in der Fahrzeugtechnik und dem Transport von Atemschutzgeräten und verabschiedete sich gleichzeitig aus beruflichen Gründen aus dieser Fachbereichstätigkeit.

Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Alfons Weinzierl, lobte die Arbeit in den Fachbereichen als „Arbeit von der Basis für die Basis“ und betonte, sich dafür einzusetzen, den Lehrkräftemangel an den Feuerwehrschulen zu reduzieren. „Wir haben 320.000 Aktive in den freiwilligen Feuerwehren in Bayern“, unterstrich Weinzierl. Um demographischen Veränderungen vor zu beugen, würden Interessenten für die Feuerwehren persönlich angesprochen und überzeugt werden müssen.

Ehrungen

Für sein langjähriges erfolgreiches Engagement wurde Kreisbrandinspektor Wolfgang Endres aus dem Landkreis Lindau mit dem silbernen Ehrenkreuz des Bezirksverbandes geehrt. Eine weitere Ehrung, die Verleihung des Steckkreuzes als Feuerwehrehrenzeichen an Werner Wildt aus dem Landkreis Neu-Ulm, nahm der Regierungspräsident von Schwaben, Karl-Michael Scheufele, persönlich vor.

Scheufele sieht nach eigener Aussage seine Sachgebietsabteilung Sicherheit und Ordnung als „Servicestelle für die Feuerwehren“ an und bestätigte schnelle Bearbeitung von Anträgen.

In seinem Grußwort lehnte der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) vehement jede Reduzierung von Brandschutzvorschriften aus Kostengründen beim Bau von Flüchtlingswohnheimen ab.

Florian Ramsl von der Versicherungskammer Bayern übergab abschließend an Barnsteiner einen von insgesamt drei Schaumtrainern zur Schaumausbildung im Kleinmaßstab, mit dem diese Ausbildung kostengünstig und umweltschonend gestaltet werden kann. Symbolisch übergab er ein Schaumrohr, auf die Vorführung wurde allerdings angesichts der Ausgehuniformen der anwesenden Feuerwehrleute verzichtet.

von Wolfgang Krusche

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