Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Ostallgäu

Hohe Achtung und Wertschätzung für die Helfer

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Im „Traditionslokal“ Hirsch in Ebenhofen trafen sich die Vertreter der Ostallgäuer Feuerwehren zu ihrer 22. Verbandsversammlung: Kreisbrandrat und Verbandsvorsitzender Markus Barnsteiner (von links), Kreisjugendfeuerwehrwart Klaus Grosch, der mit dem Goldenen Ehrenkreuz ausgezeichnete Kreisbrandinspektor Peter Einsiedler, Ehren-Kreisbrandmeister und Schatzmeister Wilhelm Schorer sowie Kreisbrandinspektor und Stellvertretender Verbandsvorsitzender Georg Trautwein.

Ebenhofen – Zu seiner 22. Verbandsversammlung hatte traditionsgemäß der Kreisfeuerwehrverband Ostallgäu e.V. Anfang November in den Gasthof „Hirsch“ nach Ebenhofen eingeladen. Und wie jedes Jahr waren auch heuer nahezu alle Feuerwehren des Ostallgäus mit ihren Delegationen erschienen.

Darüber hinaus konnte der Vorsitzende, Kreisbrandrat Markus Barnsteiner, eine ganze Reihe von Ehrengästen begrüßen: unter anderem die Stellvertretende Landrätin MdL Angelika Schorer, als Vertretung der Ostallgäuer Bürgermeister Michaela Waldmann aus Pfronten, den neuen Leiter der Polizei-Inspektion Marktoberdorf Helmut Maucher, der sich bei dieser Gelegenheit kurz vorstellte, sowie Stadtbrandrat Thomas Vogt aus Kaufbeuren.

Nach einem stillen Gedenken an die verstorbenen Kameraden und einem Bericht des Schriftführers, Kreisbrandinspektor Peter Einsiedler, folgte eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und Ergebnisse des zurückliegenden Jahres. Dabei konnte Verbandsvorsitzender Markus Barnsteiner mit einem gewissen Stolz darauf hinweisen, dass der Kreisfeuerwehrverband Ostallgäu zwischenzeitlich 12.079 Mitglieder zähle, darunter 5.437 aktive Feuerwehrdienstleistende und 576 Jugendliche. Im Jahr 2017 konnten vier Feuerwehren im Kreisverband ihr Gründungsjubiläum vor mehr als einhundert Jahren gebührend feiern: jeweils 140 Jahre die FF Ebersbach, FF Eurishofen, FF Lengenwang und 130 Jahre die FF Rückholz. Die 16. Floriansmesse in Kraftisried war ein voller Erfolg und so freue man sich schon auf das kommende Jahr, wenn am 6. Mai in Friesenried gefeiert werde.

Die Novellierung des Bayerischen Feuerwehr-Gesetzes, deren Änderungen zum 1. Juli 2017 in Kraft getreten sind, erläuterte Barnsteiner recht ausführlich und ging auch auf die Bestimmungen zur Gründung von Kinderfeuerwehrgruppen näher ein. Das Sonderförderprogramm für aktive Feuerwehranwärter und die zu fördernde Feuerschutzkleidung war ein weiteres Thema.

Obwohl die Feuerwehr im Ostallgäu keine akuten Nachwuchsprobleme habe, so der Vorsitzende, will man in nächster Zeit verstärkt Jugendliche ansprechen und den „Weg zur Jugendfeuerwehr“ aufzeigen. Dabei aber „neue Wege“ beschreiten und sich von „Klischees von gestern“ verabschieden. Dazu wurden Ausschnitte eines entsprechenden Films gezeigt. Ein weiterer Kurzfilm über die Feuerwehrseelsorge der Diözese Augsburg, mit Drehorten im Ostallgäu, wurde ebenfalls in diesem Jahr fertig gestellt.

Eine Kampagne des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren „Mein Chef setzt auf mich, weil ich so DYNAMISCH DYNAMISCH bin“, wurde auch im Ostallgäu aufgegriffen. Wie Markus Barnsteiner berichtete, machen hier die Obergünzburger Feuerwehrfrau Anja Ratzke und ihr Chef Christian Armster – vom Gasthaus „Lamm“ in Obergünzburg – erfolgreich mit.

Nach den Grußworten der Ehrengäste, die vor allem auf die enge und gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis hinwiesen und die hohe Achtung und Wertschätzung der „Floriansjünger“ hervorhoben, berichtete Ehren-Kreisbrandmeister Wilhelm Schorer anhand anschaulichen Zahlenmaterials von einer gesunden und geordneten Kassenlage, was auch die beiden Kassenprüfer Michael Hailand und Günther Ziegler bestätigten. Einstimmig wurde daraufhin Schatzmeister und Gesamt-Vorstand entlastet.

Aus den einzelnen Fachbereichen berichteten die jeweiligen Bereichsleiter – so Kreisbrandmeister Ulrich Reisacher über die Durchführungs-Richtlinien zum Feuerwehrführerschein „Klein und Groß“. Kreisbrandmeister Klaus Grosch ging in seinen Ausführungen auf eine recht erfolgreiche Jugendarbeit näher ein. Der Trinkwasserschutz war das Thema von Kreisbrandmeister Martin Singer. Im Fachbereich 5 „Einsatz, Katastrophen- und Zivilschutz“ stellte sich mit Robert Kroha ein neuer Fachbereichsleiter vor. Auch im Fachbereich 8a „Sozialwesen, Ärztlicher Dienst und Gesundheitswesen“ konnte mit Florian Bernhardt ein neuer Leiter gefunden werden. Beim Fachbereich 8b „Feuerwehrseelsorge“ erklärte Franz Grieser, dass da und dort noch gewisse Hemmschwellen bestünden – das Ganze aber allmählich „wachse und gedeihe“.

Wie Markus Barnsteiner erklärte, ist Kreisbrandinspektor Peter Einsiedler seit 15 Jahren federführend im Ostallgäu und Schwaben im Fachbereich 12 „nicht öffentliche Feuerwehren“ tätig und wurde kürzlich für sein unermüdliches Schaffen mit dem Ehrenkreuz in Gold des BFV Schwaben geehrt und ausgezeichnet. Anerkennung und Lob gab es auch noch abschließend für den Ehrenvorsitzenden, Ehren-Kreisbrandrat Martin Schafnitzel und seine Mannen der Fahnenabordnung, die oft im Einsatz waren und dabei den Kreisverband Ostallgäu würdig vertraten.

von Klaus-Dieter Körber

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