Schlussstrich: Die Initiative Neugablonz löst sich auf

"Junge hätten wir gebraucht"

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Gisela Kollmeder gibt die Funktion als Vorsitzende bei der Initiative Neugablinz schweren Herzens auf – doch damit wird der gesamte Verein aufgelöst.

Kaufbeuren-Neugablonz – Veranstaltungen wie die Frühschoppenkonzerte und den Weihnachtsmarkt wird der Traditionsverein Initiative Neugablonz zukünftig nicht mehr ausrichten.

Die Vorstände um Gisela Kollmeder und die Mitgliedern des Vereins kamen bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu dem Schluss, die Initiative Neugablonz aufzulösen. Grund hierfür: der Verein konnte keine Nachfolger für die Führungsriege finden. 

Gisela Kollmeder „tut es in der Seele weh”, diesen Verein nach fast 40-jährigem Bestehen aufgeben zu müssen. Doch aus gesundheitlichen und auch altersbedingten Gründen könne sie und die weiteren Vorstandsmitglieder Edda Lehmann und Klaus Völker dieses Amt nicht mehr weiterführen. 

„Junge Leute hätten wir gebraucht”, resümierte Kollmeder im Gespräch mit dem Kreisboten – doch niemand sah sich in der Verantwortung. Auch Kollmeders Sohn Volker kann die Initiative als Inhaber eines Geschäfts aus beruflichen Grün- den als Nachfolger nicht weiterführen. Zur Mitgliederversammlung waren nur etwa 20 der 120 Vereinsangehörigen erschienen. 

Für den 23. April um 19 Uhr wird eine erneute Mitgliederversammlung der Initiative Neugablonz zur endgültigen Auflösung einberufen. Bis Ende des Jahres werde der Verein laut Gisela Kollmeder wohl noch pro forma unter dem bisherigen Vorstand bestehen. Auch das Vereinshaus der Initiative an der Wiesenthaler Straße 33a wird noch bis Ende Mai wegen „bestehender Verpflichtungen gegenüber anderen” geöffnet sein. „Bis Ende Juni muss es aber leer sein,” berichtete die Vorsitzende, denn schon zum 31. März habe man den Mietvertrag gekündigt.

von Martina Staudinger

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