Vergangenheit für die Zukunft

Strahlende Gesichter über die DVD (v. rechts) Manfred Heerdegen, Stefan Bosse, Georg Ried, Sylwia Pohl, Gerhard Stolzenberger und Peter Pius Irl. Foto: Becker

Das Filmprojekt „Wege der Hoffnung“ über die Geschichte der Entstehung des Stadtteils Neugablonz hat eine Ergänzung erfahren. In der letzten Woche wurde die DVD-Auflage des Films in Anwesenheit von Beteiligten durch Oberbürgermeister Stefan Bosse als Schirmherrn vorgestellt. Damit kann die Stadtteilgeschichte zukünftig nicht nur an Schulen als Medium genutzt, sondern von jedermann erworben werden.

Die unter Drehbuchautor und Regisseur Georg Ried entstandene Dokumentation war erfolgreich über fünf Wochen im Corona-Kinoplex gelaufen. Mehr als 4.000 Besucher hatten den Film gesehen. Mit einem Minimum an Aufwand war Ried ein Maximum an Authentizität und Emotionalität über die einzigartige Erfolgsgeschichte der größten deutschen Vertriebenenansiedlung gelungen. OB Bosse schilderte seinen Eindruck nach der Premiere als „unglaubliches Erlebnis“. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass mit der Vorstellung der DVD eine Fortsetzung erfolgt, die „Stimmung mitzunehmen“. Viele, denen es nicht möglich war, könnten nun den Film betrachten. Er selbst wolle das Medium in der Zukunft als Gastgeschenk für Besucher und bei öffentlichen Veranstaltungen nutzen. „Man kann mit diesem Produkt Ehre einlegen und den Menschen zeigen, was hier in dieser Stadt nach dem zweiten Weltkrieg entstanden ist“, so der OB und weiter: „Ich wünsche mir, dass wir damit anknüpfen können, was dieser Film ausgelöst hat!“ Dank für Unterstützung Georg Ried bedankte sich bei allen Mitwirkenden und dem Historiker Manfred Heerdegen für die wissenschaftliche Beratung und Begleitung des Projektes. „Das ist eines meiner Themen“, so Heerdegen. Besonderes Lob erhielt der ebenfalls anwesende Autor, Schauspieler und Regisseur Peter Pius Irl. In nur einem Nachmittag Studioarbeit als Sprecher hatte Irl wesentlich zum Gelingen des Films beigetragen. „Intensiv und markgetreu, ohne den Film gesehen zu haben“, so Ried. Anwesend waren neben Geschäftsführer Gerhard Stolzenberger vom Gablonzer Siedlungswerk als einer der Sponsoren auch der Vereinsring mit den Vorstandsmitgliedern Sylwia Pohl, Jürgen Feldmeier, Wolfgang Krebs und Joachim Effenberger. Sylwia Pohl hatte als Produzentin im Auftrag des Vereins fungiert. Sie bedankte sich bei den Sponsoren und „bei allen, die an das Projekt geglaubt haben“. DVD für Schulen Alle Kaufbeurer Schulen sollen eine DVD erhalten und über das Schulamt wird diese auch den Schulen im Landkreis angeboten. Außerdem wird zum Schulanfang bei den Kinotagen der Film nochmals im Corona-Kinoplex präsentiert, weil die Wirkung vom Format her wesentlich stärker ist. Laut Ried wird der Film auf Anregung von MdL Franz Pschierer im Herbst auch im Bayerischen Landtag gezeigt. Erhältlich ist die DVD für 19,90 Euro unter anderem beim Kreisboten in der Kaiser-Max-Straße 8, im Stadtteilbüro Neugablonz sowie Verkehrsverein Kaufbeuren.

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