Verkehrseinschränkungen

Buchloe – „Wir alle möchten gute Straßen, aber wehe, wenn sie gerade gebaut werden!” So kommentierte bei der jüngsten Stadtratssitzung Bürgermeister Josef Schweinberger (CSU) schmunzelnd die zahlreichen Nachfragen zum Stand der innerstädtischen Baumaßnahmen. Lange Zeit war die Ortsdurchfahrt (Bahnhofstraße) wegen der Arbeiten am neuen Kreisverkehr in Höhe der Mindel-heimer Straße komplett gesperrt gewesen. Seit rund zweieinhalb Wochen ist dieser fertig und die Bahnhofstraße wieder befahrbar, allerdings mit erheblichen Einschränkungen.

Denn auf Höhe des Bahnhofes ist mit den Arbeiten am nächsten Kreisverkehr begonnen worden. Der Straßenbelag dort besteht momentan zu großen Teilen aus Schotter, zudem ist der Straßenabschnitt nur einspurig befahrbar. Eine Baustellenampel regelt die abwechselnde Durchfahrt in beide Richtungen. Kritisiert wurde auf der Sitzung die Ampelschaltung, durch die für die Verkehrsteilnehmer lange Wartezeiten mit laufendem Motor entstünden. Stadtbaumeister Herbert Wagner erklärte daraufhin, man arbeite bereits daran, den Schalttakt zu optimieren. Zudem sei die momentane Verkehrslage ja nur eine „Lösung auf Zeit“. Bis zum 16. Juli wird die Durchfahrt zur Innenstadt (Kaufbeurer Straße/Bahnofstraße) wegen Kanalarbeiten ab dem großen Kreisverkehr am Wasserturm noch einmal kurzzeitig komplett gesperrt. Die gesamten Bauarbeiten in diesem Bereich sollen spätestens Ende September beendet sein, nicht zuletzt um die Belastung der Schulkinder möglichst gering zu halten. „Zum Glück sind gerade Ferien”, betonte Bürgermeister Schweinberger. Dies halte die Probleme in Zusammenhang mit dem üblicherweise am Bahnhof recht hohen Busaufkommen in erträglichen Grenzen. Die Haltestelle am Bahnhof wird für die Zeit der Bauarbeiten an die Güterhalle beim „Ladehof” verlegt. Dies sei nach Ferienende auch für die Schulbusse eine praktikable Lösung, so Herbert Wagner. Mit ein wenig Glück könne die Baustelle außerdem vielleicht schon vor dem offiziellen Termin fertig gestellt werden. Dann gebe es für die Schüler diesbezüglich gar keine Einschränkungen mehr. Aber nicht nur die aktuelle Baumaßnahme, sondern auch der bereits fertig gestellte „Kreisel” an der Bahnhofstraße/Mindelheimerstraße gab bei der Sitzung Anlass zur Diskussion. Auf die Frage, warum denn an den Ausfahrten des Kreisverkehrs keine Beschilderung angebracht sei, erklärte der Stadtbaumeister: „Erstens existiert eine Beschilderung vor dem Kreisverkehr, an der sich Ortsfremde schon vor der Einfahrt orientieren können. Und zweitens, wenn wirklich jemand aus Versehen eine falsche Ausfahrt nimmt, landet er automatisch auf unserem sehr gut ausgeschilderten Tangentensystem. Wenn ich mich schon im Kreisel befinde und dann anfangen muss, an jeder Ausfahrt erst mal zu schauen, wohin sie führt, hält das den Verkehr auf”. Den neue-sten verkehrstechnischen Vorgaben entspricht jedenfalls der Zebrastreifen. Die kleine Schwelle am Rand sei beabsichtigt: „Blinde Menschen können durch diese Erhebung ertasten, wo der Zebrastreifen sich befindet. Daneben gibt es einen absolut erhebungsfreien Bereich für Rollstuhlfahrer.“ Die Beleuchtung der Fußgängerüberwege wird noch installiert, sie wird voraussichtlich rund 38500 Euro kosten.

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