Verkehrsunfallvorsorge

„24-Stunden-Blitzmarathon-2018“ am 18. und 19. April

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Vom 18. April um 6 Uhr bis 19. April um 6 Uhr wird die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer auf Bayerns Straßen verstärkt kontrolliert.

Region - Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Blitzmarathon. Diese bayernweit konzertierte Aktion, die Teil eines europaweiten Schwerpunkteinsatzes ist, findet ab dem 18. April, 6 Uhr für 24 Stunden statt.

Die Aktion dient in erster Linie dazu das Thema Verkehrssicherheit im Allgemeinen und überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache im Speziellen, in Erinnerung zu rufen und unter medialen Fokus zu setzten.

Die Gesamtzahl der Unfälle im Präsidiumsbereich lag im Jahr 2017 bei 28.216, womit sich der Trend der Steigerung der Unfallzahlen fortsetzte. Bei diesen Unfällen wurden laut Angaben der Polizei 5.672 Personen verletzt. Bei 57 Unfällen mit getöteten Personen kamen 70 Menschen ums Leben. Eine Senkung der Verkehrsunfallzahlen ist eines der Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil - sicher ans Ziel“. Die Verkehrserziehung und Verkehrsüberwachung nehmen eine wichtige Rolle, im Zuge einer umfassenden Verkehrsunfallvorsorge, ein. Durch den Blitzmarathon werden Gesichtspunkte aus beiden Präventionsfeldern aufgegriffen.

Auch in den geltenden Verkehrsüberwachungsvorschriften werden die Ziele aus dem Verkehrssicherheitsprogramm aufgegriffen. Neben einer Senkung der absoluten Verkehrsunfallzahlen haben diese auch das Ziel die Unfallfolgen zu vermindern. Bezüglich der Unfallfolgen stellt die gefahrene Geschwindigkeit laut Polizei ein zentral bestimmendes Element dar. Aus diesem Grund müsse Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit auch mit Überwachungsmaßnahmen entgegengewirkt werden.

Unter anderem aus diesen Gründen wird ab Mittwoch, den 18. April um 6 Uhr ein sechstes Mal der „Blitzmarathon“ durchgeführt.

Im letzten Jahr mussten trotz der offensiven Ankündigung der Maßnahmen erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen zur Anzeige gebracht werden. Diese werden in der Folge exemplarisch dargestellt:

Schlingen/Lkr. Unterallgäu: 163 km/h bei erlaubten 100 km/h

Balderschwang/Lkr. Oberallgäu: 93 km/h bei erlaubten 60 km/h

Germaringen/Lkr. Ostallgäu: 97 km/h bei erlaubten 60 km/h

Roßhaupten/Lkr. Ostallgäu: 109 km/h bei erlaubten 70 km/h

Erkheim/Lkr. Unterallgäu: 134 km/h bei erlaubten 100 km/h

Ottobeuren/Lkr. Unterallgäu: 120 km/h bei erlaubten 70 km/h

Krumbach/Lkr. Günzburg: 137 km/h bei erlaubten 100 km/h

Günzburg, bei Bubesheim: 141 km/h bei erlaubten 100 km/h

Pfaffenhofen/Lkr. Neu-Ulm: 68 km/h bei erlaubten 30 km/h

Bellenberg/Lkr. Neu-Ulm: 95 km/h bei erlaubten 50 km/h

Illertissen/Lkr. Neu-Ulm: 128 km/h bei erlaubten 80 km/h

Das Polizeipräsidium Kempten erhofft sich für den kommenden Blitzmarathon wiederum einen positiven Effekt auf die Verkehrssicherheit. In den letzten Jahren konnte dieser Effekt aus einer niedrigeren Beanstandungsquote, bei der Messung mit Radargeräten festgestellt werden. Wie bereits in den Vorjahren wurden die Messstellen vorab im Internet veröffentlicht.

Hier der Link zu den bayernweiten Kontrollstellen: www.sichermobil.bayern.de

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