Es wird ein Planfeststellungsverfahren geben

Verlegung der Buchloer Karwendelstraße rückt näher

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Die neue Trassenführung der Buchloer Karwendelstraße rückt direkt an die Bahnschienen heran.

Buchloe – Für die bereits im Jahr 2009 beschlossene Verlegung der Karwendelstraße schlug Buchloes Stadtbaumeister Herbert Wagner vor, statt einer Plangenehmigung ein formelles Planfeststellungsverfahren aufzulegen. Ein Vorentwurf zur Planung ist mit dem Kommunalen Bauamt des Landkreises bereits abgestimmt.

Auch die notwendigen Gutachten lägen bereits vor. Wagner sagte, nach der Dauer des Planfeststellungsverfahrens könnte man im Jahr 2019 ausschreiben und mit der Umsetzung im Jahr 2020 beginnen. Mit 17 Ja-Stimmen stimmte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung dem Aufstellungsbeschluss zu.

Heftige Kritik gab es einmal mehr von Stadtrat Maximilian Hartleitner (FDP). Er versuchte, eine Grundsatzdiskussion trotz gültiger Stadtratsbeschlüsse in die Gänge zu bekommen. Nach seiner Ansicht würden Bürger das Projekt in Frage stellen. Daher regte er an, einen Bürgerentscheid ins Leben zu rufen. Schützenhilfe erhielt er von seiner Ratskollegin Monika Srohmayer. Die frühere SPD-Stadträtin bemängelte, dass eine Gesamtplanung für das Gebiet fehle.

Robert Pöschl (CSU) plädierte dagegen, im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens würde eine breite Öffentlichkeit am weiteren Verfahren beteiligt. „Es werden viele Anregungen von Bürgern kommen“. Auch Stadtrat Rudolf Grieb (UBI) warnte davor, wieder in eine Grundsatzdiskussion einzusteigen. Für ihn sei klar, dass mit der Verlegung der Karwendelstraße die Verkehrssicherheit für die Bürger erhöht werde. Darüber hinaus garantiere man den Karwendelwerken ein weiteres Wachstum durch zusätzliche Flächen. Ein weiterer Vorteil sei, dass nach der Verlegung der Straße Geschosswohnungsbau möglich werde.

Während sich Evi Kienzle (FWV) für die Verlegung aussprach, war ihr Fraktionskollege Franz Lang anderer Meinung. „Erst wenn wir wissen, wie die weitere Bahnhofsplanung mit Busbahnhof und Parkhaus für den P+R-Verkehr aussieht, sollte man entscheiden“.

Die Planung sieht vor, dass die neue Trasse der Karwendelstraße im Bereich der Karwendelwerke näher an die Bahnschienen heranrückt.

von Siegfried Spörer

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