Jahr der Gebührenerhöhung

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Die Investitionen für den Neubau des Buchloer Wasserwerkes werden zu 50 Prozent über Gebühren und zu 50 Prozent über einen sogenannten Verbesserungsbeitrag finanziert. Unser Foto zeigt die beiden Edelstahltanks und am unteren Bildrand die Pumpen, die einen konstanten Wasserdruck in den Häusern garantieren sollen.

Buchloe – Die Stadt hat in den letzten beiden Jahren viel Geld in eine sichere Wasserversorgung investiert. 2014 wurden die neuen Wasserspeicher und 2015 das neue Betriebsgebäude in Betrieb genommen. 3,8 Millionen hat es gekostet. Das Werk soll die Versorgung in den nächsten 50 Jahren sicherstellen. Natürlich bedeutet die Investition auch für die Verbraucher höhere Kosten.

Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat beschlossen, die Gebühren für Wasser ab 2016 moderat zu erhöhen. Außerdem war die Erhebung eines sogenannten Verbesserungsbeitrages beschlossen worden. In der nun dem Werkausschuss vorliegenden Haushaltsplanung 2016 fanden diese Maßnahmen ihren Niederschlag. 

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes 2016 ohne Umsatz- und Vorsteuern soll um 7,3 Prozent auf knapp 900.000 Euro steigen. Davon entfallen auf die Wassergebühren 805.000 Euro. Durch die Erhöhung werden rund 155.000 Euro mehr eingenommen als im Vorjahr. Aus der Gebührenausgleichsrücklage wurde im Gegensatz zum Vorjahr kein Geld entnommen. 

Bei den Ausgaben sind es die Personalausgaben, die mit 309.000 Euro den größten Posten ausmachen. Für interne Verrechnungen und kalkulatorische Kosten hat Kämmerer Dieter Streit rund 403.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die restlichen Ausgaben verteilen sich auf Unterhalt von Maschinen, des Leitungsnetzes, Fahrzeuge, Mieten oder Wasseruntersuchungen. 

Einen kräftigen Zuwachs soll der Vermögenshaushalt im Jahr 2016 verzeichnen. Während 2015 die Einnahmen 188.000 Euro betrugen, steigt die Summe im Laufenden Jahr auf etwas über eine Million Euro. Ursache ist, dass die sogenannten Verbesserungsbeiträge in Höhe von 950.000 Euro in den Vermögenshaushalt gebucht werden. 

Buchloes Stadtrat hatte bereits im Jahr 2012 beschlossen, dass 50 Prozent der Herstellkosten des neuen Wasserwerkes über Gebühren und die anderen 50 Prozent über die Verbesserungsbeiträge finanziert werden sollen. Für Grundstücksbesitzer bedeutet das, dass sie je nach Grundstücksgröße und Geschossflächen einen einmaligen Betrag bezahlen müssen, der bei Beträgen über 250 Euro allerdings auf zwei Jahre verteilt werden kann. Der Besitzer eines Einfamilienhauses mit beispielsweise 350 Quadratmeter Geschossfläche und einem 800 Quadratmeter großen Grundstück muss mit einem Gebührenbescheid in Höhe von etwas über 430 Euro rechnen. Für den Besitzer eines Reihenhauses mit 200 Quadratmetern Grundstück und 200 Quadratmetern Geschossfläche wird die Rechnung über 190 Euro lauten. 

Kämmerer Dieter Streit legte dem Werkausschuss auch die Finanzplanung bis zum Jahr 2019 vor. Nach Abschluss der Bauarbeiten für das Wasserwerk steht als nächste große Investition die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage im Jahr 2017 an. Wie der Kreisbote bereits berichtet hatte, soll eine Photovoltaikanlage dafür sorgen, dass die Pumpen überwiegend mit kostenlosem Sonnenstrom betrieben werden.

von Siegfried Spörer

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