Die Verträge sind geschlossen

Freude auf allen Seiten (v.li.): Hans-Joachim Plachta (Management Bahnhof), Günther Pichler (Leiter Regionalbereich Bayern DB Station & Service) und Josef Schweinberger (Bürgermeister Buchloe) zelebrierten die Unterzeichnung der Verträge. Foto: Frisch

Jetzt ist es amtlich: das alte Empfangsgebäude des Bahnhofs, von vielen ungeliebt und im Volksmund salopp als „Hasenstall“ bezeichnet, wird einem modernen Neubau weichen. Aber nicht nur das optische Erscheinungsbild soll dadurch optimiert werden: „Ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung der hiesigen Infrastruktur“ sei die Vertragsunterzeichnung zwischen Stadt und der Deutschen Bahn, so Günther Pichler, Leiter des Regionalbereichs Bayern von DB Station & Service.

Mit ihm und DB-Bahnhofs-Manager Hans-Joachim Plachta unterzeichnete Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger am vergangenen Montag die offiziellen Verträge zu Bau und Finanzierung des neuen Empfangsgebäudes einschließlich einer öffentlichen WC-Anlage. An den geschätzten Gesamtkosten für das Vorhaben von 2,5 Millionen Euro beteiligt sich die Stadt mit 550.000 Euro.Im Regelwerk mit enthalten ist außerdem ein Mietvertrag für den Betrieb der Toiletten sowie ein Gestattungsvertrag zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und der Errichtung eines neuen zentralen Busbahnhofs (ZOB). Das neue Empfangsgebäude soll laut Deutscher Bahn „den Bahnreisenden und Besuchern der Stadt einen komfortablen Aufenthalt erlauben“. Neben einem integrierten Reise- zentrum soll es künftig auch ein gastronomisches Angebot, Reiseartikel und eine Buchhandlung geben. Die zugehörige WC-Anlage wird komplett von der Stadt finanziert und betrieben. „Abhängig vom Genehmigungsverfahren könnte 2012 bereits mit dem Bau des Empfangsgebäudes begonnen werden“, so Pichler in seiner Ansprache. Er freue sich über die intensive und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bahn und Stadt. Nicht zuletzt der „sympathischen Hartnäckigkeit“ von Bürgermeister Schweinberger sei es zu verdanken, dass man nun einen solchen „Leuchtturm“ im Bahnverkehr schaffen könne. „Lange ersehnt“ sei diese Vertragsunterzeichnung gewesen, so Schweinberger und bot noch einmal einen Rückblick über die chronologische Entwicklung. Das „ursprüngliche“ Bahnhofsgebäude aus dem 19. Jahrhundert mit seiner „stattlichen Architektur“ habe nicht erhalten werden können, da der Stadtrat 1962 eine Übernahme von 50.000 Euro Sanierungskosten abgelehnt habe. Dies habe wiederum zum „Hasenstall“ geführt – eine Ära, die nun „Gott sei dank“ zu Ende gehe. Seit dem Brand im Jahr 1988 habe man sich mit dem Gedanken getragen, die „Eingangspforte zur Stadt“ anders zu gestalten. Nachdem die Pläne in den 90er Jahren an fehlenden Investoren gescheitert seien, habe man 1997 einen Ideen- und Realisierungswettbewerb veranstaltet, dessen Gewinner sich nun mit der Gestaltung des Bahnhofsumfelds beschäftigen dürfen. Als dann am 16. Januar 2008 die Zusage der Bahn für die Beseitigung des alten Gebäudes eingegangen sei, habe es einen Wendepunkt gegeben: „Ab da lief alles wie am Schnürchen“, so der Bürgermeister. Wenn alles gut laufe, könne man 2013 das „rote Band durchschneiden“.

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