Mehr Nutzung möglich

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Kaufbeuren – Im geplanten Eisstadion sind nach neuestem Stand sehr viel weiter gefächerte Multifunktionsnutzungen möglich, als bisher angenommen. Wie Baureferent Helge Carl dem Bauauschuss nun mitteilte, „konnte ermittelt werden, dass aufgrund der vorhandenen Hallenhöhe mit maximal 15 Metern die geplante Sprinkleranlage eine breitere Fläche zulässt“.

Für die Durchführung der meisten Veranstaltungen außerhalb des Eissports sei jedoch der Einbau eines Abdeckbodens nötig, der aber nach Beschluss der Vorentwurfsplanung nicht berücksichtigt wurde (wir berichteten). Carl zeigte dem Gremium neun verschiedene Möglichkeiten auf, die Halle multifunktional zu nutzen. 

Die verschiedenen Multifunktionsszenarien sollen im Baugenehmigungsverfahren beurteilt und beschieden werden, damit aufwändige Einzelgenehmigungen vermieden werden, sofern sich die Veranstalter an diesen Szenarien orientieren, so Carl. Außer Eishockeyspiele und -training haben sich neun Möglichkeiten der Nutzung herausgestellt, so Carl, und verdeutlichte diese jeweils anschaulich anhand von Plänen. Dabei stellte er auch vor, wie viele Zuschauer jeweils Platz hätten (siehe unten). Die Fluchtwegführung erfolgt laut Carl grundsätzlich über die vier Ausgänge an den Ecken des Spielfeldes. Ein Boden, der für einige Veranstaltungen nötig wäre, würde zusätzliche Kosten von rund 800.000 bis eine Million Euro inklusive Lager verursachen. Doch bisher ist dies in der Planung noch zurückgestellt. 

Bei der EU-Kommission habe man bisher eingereicht, dass Eislauf, Eissport und Eishockeyspiele in der Halle stattfinden. „Alles weitere ist möglich“, so OB Stefan Bosse. Dies muss die Kommission aber auch prüfen. Hier geht es um den Wettbewerb und die Konkurrenz zu anderen Hallen. 

Vor diesem Gesichtspunkt war den Mitgliedern im Ausschuss eine weitere Angelegenheit noch wichtig. „Fällt die Tänzelfesteröffnung bei schlechtem Wetter auch unter die EU-Kommission?“, wollte Hans Häußer (KI) wissen. Carl regte daraufhin an, dies zu prüfen und leitete die Sache weiter an Stadtkämmerer Markus Pferner. „Wo kämen wir denn da hin, wenn die Eröffnung nicht mehr möglich ist? Wir werden das sicherstellen“, versprach Bosse. Graubereiche führen zu Verunsicherungen.

von Martina Staudinger


Die Multifunktionsmöglichkeiten:

1. Boxen mit Boxring und Sitzplätze auf der Eispiste: 2184 zulässige Zuschauer. Der Boxring wird in der Mitte der Eisfläche platziert 

2. Konzerte (Kopfbühne) mit Stehplätzen auf der Eispiste: 2400 Zulässige Zuschauer. Theoretisch könnten noch 1100 Personen auf den Rängen Platz nehmen. 

3. Konzerte (Kopfbühne) mit Sitzplätzen auf der Eispiste: 2120 zulässige Zuschauer. Auf den Rängen könnten noch 1380 ZUschauer zugelassen werden. 

4. Konzerte (Mittelbühne) mit Sitzplätzen auf der Eispiste. 2184 zulässige Zuschauer. Vergleichbar mit 1. Diese Möglichkeit würde bei der Tänzelfesteröffnung Anwendung finden. Auf den Rängen wären noch 1316 Zuschauer möglich.

5. Messeveranstaltungen auf der Eispiste: 1800 zulässige Besucher, 950 Quadratmeter Ausstellungsfläche 

6. Autopräsentation auf der Eispiste: 1800 zulässige Besucher, 1000 Quadratmeter Präsentationsfläche. Auf den Rängen könnten noch 1700 Personen Platz nehmen. 

7. Öffentlicher Eislauf: 435 zulässige Besucher. Die praktische Erfahrung spricht wegen Gedränge auf dem Eis gegen eine höhere Personenzahl.

8. Trockensport auf der Eispiste (Handball, Basketball, Tanzveranstaltungen, Volleyball). Nur Zuschauer auf den Tribünen. Hier würde definitiv ein eigener Boden gebraucht, so Carl. 

9. Bierbankbestuhlung mit Rednerpult auf der Eispiste: 1232 zulässige Zuschauer. Beispielsweise Jahreshauptversammlung des ESVK


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