Vierbeinige Schönheiten

Die "Zu-kunft der Kuh-zunft"

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Viel Spaß für Beteiligte und Zuschauer brachte der Kälbervorführwettbewerb der Züchterjugend. Mit viel Fleiß hatten die Kinder und Jugendlichen ihre Kälbchen herausgeputzt, um sie dem fachkundigen Publikum zu präsentieren.

Ruderatshofen – Aus Anlass ihres 60-jährigen Gründungsjubiläums veranstaltete die Bezirkszuchtgenossenschaft Marktoberdorf am vergangenen Sonntag eine Viehschau am „Brennpunkt Energie“ in Ruderatshofen. Die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer hatte für diese Veranstaltung die Schirmherrschaft übernommen.

Bei herrlichem Sommerwetter drängten sich die Schaulustigen aus nah und fern. So konnte einem breiten Publikum die züchterischen Erfolge beim Braunvieh innerhalb eines anerkannten Kernzuchtgebietes präsentiert werden. An die 100 Schaukühe und ein Kälbervorführwettbewerb der Züchterjugend zeigten auf anschauliche Art und Weise die Ergebnisse züchterischer Arbeit und verdeutlichten die Bedeutung des Milchstandortes Allgäu. 

Wie Zuchtleiter Dr. Franz Birkenmeier in einem Grußwort erklärte, zählen die Züchter der Bezirkszuchtgenossenschaft Marktoberdorf innerhalb des Zuchtgebietes der Allgäuer Herdebuchgesellschaft zu den aktivsten und erfolgreichsten. Kaum eine andere Genossenschaft sei in der jüngeren Vergangenheit derart engagiert, aber auch erfolgreich auf regionalen und überregionalen Veranstaltungen vertreten gewe- sen. Entsprechende Schauerfolge würden von diesem Engagement und vor allem der züchterischen Qualität des Braunviehs aus dieser Bezirksgenossenschaft zeugen. 

Jedoch herrschten, im Gegensatz zum eitlen Sonnenschein derzeit, schwierige und harte Zeiten, die besonders die Milchbauern träfen. Und so müsse man in derartigen Situationen „eisern zusammen halten“ und der Leitspruch „keine Zu-kunft ohne Kuh-zunft“ stehe nicht zuletzt deshalb ganz oben an. 

Kälbchen und Jungrinder 

Nach einem Festgottesdienst mit Diakon Fischer startete das Preisrichten der Kühe sowie ein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche, die ihre Kälbchen und Jungrinder präsentierten. Aus 37 bäuerlichen Familienbetrieben wurden über 100 Kühe gezeigt, die um den Titel „Miss BZG“ modelten. 

Dabei hatte das fachkundige Preisgericht mit Markus Hafner aus Südtirol und den Preisrichtern Norbert Meggle aus Reichholzried und Josef Müller aus Oberostendorf, sowie Michael Denz aus Oberstaufen und Nicole Nägele aus Seeg bei den Kindern und Jugendlichen alles andere als einfach unter all den „vierbeinigen Schönheiten“ die einzelnen „Champions“ zu ermitteln. Vor allem die Jugendlichen und Kinder waren mit Eifer bei der Sache um ihr Geschick im Umgang mit ihren herausgeputzten Kalbinnen dem Publikum zu zeigen. 

Maschinen und mehr 

Außerdem wartete eine große Maschinenausstellung sowie landwirtschaftliche Produkte auf interessierte Fachbesucher. Auch für die Kinder gab es mit einem lustigen „Bullenreiten” die nötige Abwechslung an diesem erlebnisreichen Tag, der den zahlreichen Besuchern aus Stadt und Land einen gewissen Einblick in die heimische Landwirtschaft gewährte. 

Die Sieger 

Gesamtchampion wurde die am 6. Februar 2007 geborene Kuh „Selina“, Züchter und Besitzer: Michael Eberle aus Ruderatshofen. Gesamteuterchampion wurde die Kuh „Dinar“, Züchter und Besitzer: Familie Babel aus Wald. Das beste Jungrind im Jungzüchterwettbewerb stammt aus Unterthingau, Besitzer: Richard Schindele, Vorführerin: Christiane Schindele. Beste Vorführerin wurde Julia Ebentheuer aus Peissenberg. Sieger im Betriebscup wurde Michael Eberle aus Ruderatshofen.

von Klaus-Dieter Körber

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