Viel Gaudi für heiße Stimmung bei kalten Temperaturen

Zum 44. Mal schlängelte sich der „Oberdorfer Gaudiwurm“ am Sonntag wieder durch die Straßen der Ostallgäuer Kreisstadt. Mit fast 1.400 Maschkerern und rund 3,5 km Länge gehört der Fasnachtsumzug mit zu den größten in Schwaben.

Angeführt vom „Würmchen“, dem neue Wahrzeichen des Gaudiwurms, ging es pünktlich um 13:30 Uhr los. Es folgten 70 bunte Gruppen, Faschingswagen und Kapellen mit den unterschiedlichsten Mottos und Themen. Kleine und große Clowns, Vampire, Cowboys, Indianer, Raupen, Schweinchen, Pharaonen und viele andere phantasievoll kostümierte Narren hatten ihren Spaß auf den Wägen und der Straße. Die Hüttenfreunde Lengenwang begeisterten das zahlreich erschienene Publikum mit ihrem Streitwagen. Dieser wurde nicht wie viele andere Wagen von einem Traktor gezogen, sondern mit purer Muskelkraft der römischen Reiter betrieben. Bei den Altdorfer Pappnasen wurde 50 Jahre Asterix und Obelix gefeiert. Während Trubadix hoch oben auf dem Wagen in seiner drehenden Hütte die Besucher erheiterte, kümmerten sich Majestix & Co. um ein echtes Spanferkel am Lagerfeuer. Die Dorfgemeinschaft Hattenhofen kam mit Wickie und einem drehbaren Wikingerschiff. Die Hattenhofener waren seit Weihnachten mit dem Bau ihres spektakulären Gefährts beschäftigt. 54 „starke Hattenhofener“ werkelten teils in Nachtschichten an ihrem riesigen Schiff, damit alles noch rechtzeitig fertig werden konnte. Die Zuschauer belohnten den Aufwand der Umzugsteilnehmer mit Applaus und guter Stimmung. Selbst Kälte und Schnee konnten der Faschingslaune nichts anhaben. Heiße Getränke oder ein kräftiges „He du hee“ erwärmten die Stimmung neben den frechen Kommentaren der Fasnachtssprecher an insgesamt sechs Stellen der Umzugsstrecke. Aber zu einem gelungenen Gaudiwurm gehören nicht nur Narren, Fasnachtswägen und ein gut gelauntes Publikum. Auch für die Sicherheit aller Teilnehmer muss gesorgt sein. Polizei, Feuerwehr und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) aus Marktoberdorf kümmerten sich gemeinsam darum. Allein das BRK war mit 28 Sanitätern und einem Notarzt beim Umzug vertreten. Auch danach waren ehrenamtliche Helfer vor Ort, erstmals auch bis 23 Uhr in einem Sanitätszelt auf der Partymeile in der Innenstadt. So konnten die - zumeist jugendlichen - Alkoholisierten optimal versorgt werden. Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer, Teilnehmer und kälteresistenten Zuschauer war der Gaudiwurm auch dieses Jahr wieder ein absolutes närrisches Highlight.

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