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Planungen am Knotenpunkt Buronstraße

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Der Bauausschuss empfiehlt die weitere Planung des Knotenpunktes Buronstraße Kaufbeuren
Der Bauausschuss empfiehlt die weitere Planung des Knotenpunktes Buronstraße mit einer Kreuzungslösung, die weniger Kosten, weniger Flächenverbrauch und höhere Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer verspricht. Sie ist entgegen der anderen Variante eines Kreisverkehrs auf eigenem Grund zu realisieren und berücksichtigt den Neubau der Wertachbrücke (links) und den geplanten Bau eines Bahnhaltes im Haken (rechts). © Krusche

Kaufbeuren – Kontrovers diskutiert wurden im Bauausschuss die Varianten „Kreuzung oder Kreisverkehr“ für den neu geplanten Verkehrsknoten „Einmündung Buronstraße in die Neugablonzer Straße“. Finanzierbarkeit und verfügbare Grundstücke diktierten die Empfehlung an den Stadtrat.

Als Zuhörer könnte man an das Sprichwort erinnert sein: „Man soll die Küken nicht zählen, bevor sie ausgebrütet sind“. Als es im Bauausschuss um das seit 2017 angeplante Straßenbauprojekt an der Einmündung Buronstraße in die Neugablonzer Straße ging, vergaß Oberbürgermeister Stefan Bosse nicht, bei allen Planungen immer wieder auf die ungeklärten Besitzverhältnisse der Moserwiese –zwischen Neugablonzer Straße und Finanzamt gelegen – hinzuweisen. Man habe zwar Vorkaufsrechte aber keinen planbaren Zeitpunkt. Ursprünglich war angedacht worden, die Buronstraße – von Norden kommend – mittels einer Überführung zur sogenannten Osttangente – Richtung Südosten weiterzuführen (wir berichteten mehrfach). Seit 2017 waren also ein Bebauungs- und Grünordnungsplan aufgestellt, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange angehört und Varianten erarbeitet worden.

Inzwischen sind auch andere Bauvorhaben im Umfeld, wie der notwendige Neubau der Wertachbrücke, sowie der Bahnhalt Haken konkretisiert worden. Kaufbeurens Baureferent Helge Carl fordert: „Ziel soll sein, die drei Bauvorhaben (Neubau Wertachbrücke, Knotenpunkt Buronstraße und Bahnhalt Haken) in einem Guss abzuwickeln“.

Abteilungsleiter für Stadtplanung und Bauordnung, Werner Fehr, stellte drei Varianten vor, bei der jede eigene Vor- und Nachteile aufwies: Ein Kreisverkehr benötige keine Lichtzeichenanlagen, verursache aber bis zu 70 Prozent Mehrkosten und sorge für einen großen Flächenverbrauch, teilweise auf fremdem Grund. Eine Kreuzung habe den geringeren Flächenverbrauch und biete dem Fußgänger- und Radverkehr durch die Lichtzeichenanlagen größere Sicherheit. Die Lösung einer Überführung mit Viertel-Kleeblatt zur Anbindung und Weiterführung über die Moserwiese wurde wegen der nicht absehbaren Eigentumsverhältnisse schnell verworfen.

„Kein Elefantenklo 2.0“

SPD-Stadträtin Catrin Riedl bemängelte bei der Kreisverkehrlösung die Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer durch Unterführungen: „Wir brauchen kein Elefantenklo 2.0“ in Anspielung auf die so im Volksmund genannte Kreisverkehrlösung zur Einmündung der Bahnhofstraße in die Hirschzellerstraße. Auch Ulrike Seifert von den Grünen forderte die Berücksichtigung des aufgestellten Rad- und Fußgängerkonzeptes: „Das System muss sich durch die ganze Stadt durchziehen“. Hier verwies Bosse auf die zunächst schematische Darstellung der Varianten: „Das Konzept wird dann in die Detailplanung eingearbeitet“.

„Die Lösung, die wir aussuchen, muss leistungsfähig und finanzierbar sein und die Flexibilität für spätere Weiterführungen über die Moserwiese muss erhalten bleiben“ beschwor der Oberbürgermeister den Ausschuss. Obwohl zahlreiche Ausschussmitglieder gerne die Kreisverkehrlösung gesehen hätten, entschied sich der Ausschuss für die Empfehlung an den Stadtrat, die Kreuzungslösung weiterzuverfolgen, zumal alles auf städtischem Grund stattfinden würde und somit die Realisierbarkeit sichergestellt ist.

Wolfgang G. Krusche

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