Viele Blechschäden

Buchloer Polizei-Inspektion legt ihre Verkehrsstatistik 2017 vor

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Insgesamt zu 501 Verkehrsunfällen mussten die Beamten der Polizei-Inspektion Buchloe im letzten Jahr ausrücken. Meistens waren es Blechschäden.

Buchloe – Die meisten Verkehrsunfälle im Bereich der Buchloer Polizei-Inspektion waren Blechschäden. Das geht aus der jüngst vorgelegten Statistik der Polizei hervor. Insgesamt ist die Zahl der Unfälle von 507 im Jahr 2016 auf 501 im Jahr 2017 minimal gesunken.

Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden war 2017 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Sie sank von 95 im Jahr 2016 auf 75 im letzten Jahr. Insgesamt wurden 105 Personen bei den Unfällen verletzt, davon 30 schwer. Leider wurden auch drei Personen getötet.

Weit mehr als die Hälfte der Verkehrsunfälle sind laut Polizeistatistik sogenannte „Kleinunfälle“. Darunter fallen beispielsweise auch die Wildunfälle. Während es 2016 noch 170 tierische Begegnungen gab, waren es 2017 „nur“ 150.

„Unfallgegner“ waren im Berichtsjahr 110 Rehe, Rot- oder Damwild (Vorjahr 107), fünf Stück Schwarzwild (Vorjahr 4), 15 Füchse (Vorjahr 17) und 13 Dachse (Vorjahr 14). Drei Greifvögel (Vorjahr 7) und drei Hasen (Vorjahr 16) mussten bei Wildunfällen ihr Leben lassen.

Die Zahl der Unfallfluchten blieb mit 65 Fällen nahezu unverändert. Immerhin konnten die Beamten in 39 Fällen die Schuldigen ausmachen und einer Bestrafung zuführen. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 60 Prozent. In drei Fällen machten sich die Autofahrer aus dem Staub, obwohl es Verletzte gegeben hat. In 62 Fällen waren es nur Fälle mit Sachschaden.

Erfreulich und gleichzeitig unerfreulich ist die Bilanz der Polizei bei Trunkenheitsfahrten. Was für Verkehrsunfälle gilt, gilt natürlich auch für die Trunkenheitsfahrten. Jeder Unfall ist einer zu viel. Im Jahr 2017 wurden „nur“ fünf Autofahrer unter Alkoholeinfluss in einen Verkehrsunfall verwickelt. Dabei gab es drei Unfälle mit Personenschaden, bei denen vier Personen verletzt wurden. In den anderen beiden Fällen wurde nur Sachschaden verzeichnet. Im Vorjahr waren es noch neun Unfälle, bei denen insgesamt neun Personen verletzt wurden.

Glimpflich gingen zwei Fälle aus, in denen die Fahrer Drogen genommen hatten. Beide Unfälle gingen glücklicherweise mit Sachschaden aus. Im Jahr davor hatte es keine Unfälle mit bekifften Autofahrern gegeben.

Positiv konnte die Polizei-Inspektion Buchloe verzeichnen, dass es im Jahr 2017 keine Schulweg-Unfälle gegeben hat. Im Jahr 2016 waren es noch drei Unfälle mit insgesamt drei verletzten Personen. Ebenfalls eine „Null“ gab es bei Freizeitunfällen. Auch im Vorjahr wurden keine Unfälle in diesem Bereich registriert.

Die Verkehrsunfälle auf der Autobahn A96 gehören nicht zum Aufgabenbereich der Buchloer Polizei-Inspektion. Dafür ist die Autobahnpolizei in Memmingen zuständig. Im Einzelfall und auf Anforderung leisten die Buchloer Kollegen schon einmal Amtshilfe.

In den meisten Fällen kamen die Autofahrer mit dem Schrecken davon. Die Polizei weist darauf hin, dass die meisten Wildunfälle in den Dämmerungsstunden am Morgen und am Abend passieren. Deshalb rät die Polizei auch zu besonderer Vorsicht. Man weiß aber auch, dass Autofahrer oft keine Chance hätten, einen Unfall zu vermeiden, wenn das Wild plötzlich am Straßenrand auftaucht.

von Siegfried Spörer

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