"Viele Chancen zugelassen"

Vrbanic in Aktion: Gegen die Mannschaft aus Raisting konnte die SpVgg mit 3:2 einen wohlverdienten Sieg landen.

Es ist der erste Heimerfolg für die SpVgg Kaufbeuren in der laufenden Landesliga-Saison. Nach dem es gegen den SV Mering (2:3), TSV Mindelheim (3:3) und FC Memmingen II (0:0) nicht zu einem Dreier reichte, schaffte es die SVK gegen eine stark offensiv ausgerichtete Raistinger Mannschaft. Am Ende gelang Kaufbeuren ein verdienter 3:2-Sieg. Spielfrei waren dagegen die Bayernliga-Frauen. Ihr Testspiel gegen SV 29 Kempten wurde im Vorfeld abgesagt.

„Wir haben viele Chancen zugelassen. Es war am Ende noch eine Zitterpartie für uns, aber mit dem besseren Ausgang“, konnte Cheftrainer Dragan Lasic am Ende doch noch einmal kräftig durchschnaufen. Schon nach drei Minuten führte die SVK gegen Raisting durch Tore von Manuel Maier mit 2:0. Doch die Gäste waren keines geschockt und spielten munter weiter mit. Bereits in der 13. Minute hätte Lukas Zink alles klar machen können, als er das 3:0 auf dem Fuß hatte. Ein umstrittener Foul-Elfmeter sorgte in der 24. Minute doch für ein großes Hallo auf dem Platz. Doch Kaufbeurens Torwart Bernd Grund zeigte Nerven und erwischte den Ball in der richtigen Ecke und lenkte die Kugel an den Pfosten. In der 39. Minute knickte Kapitän Benjamin Kleiner nach einer getretenen Flanke von Mathias Flanke so ungeschickt um, dass er bis zur Pause nicht mehr zum Einsatz kam und Kaufbeuren fortan nur noch mit zehn Mann spielen musste. Doch Kleiner biss auf die Zähne und lief nach dem Seitenwechsel wieder auf, musste dann aufgrund der Schmerzen doch Mitte der zweiten Hälfte ausgewechselt werden. Den besseren Start aus der Kabine erwischten die Gäste, die zwei Minuten nach Wiederanpfiff durch Simon Nutzinger auf 1:2 verkürzten. Die Partie blieb weiterhin interessant und spannend. Nach einem Foulspiel an Weber sah Raistings Torwart Urban Schaidhauf nur die Gelbe Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ali Ünal zum 3:1 (60.). Doch zwei Minuten später stand Ludwig Huber frei vor Torwart Bernd Grund. Sein Schuss landete unhaltbar im Netz. Die SVK führte nur noch mit 3:2. Raisting erhöhte den Druck und kam ein ums andere Mal vor den gegnerischen Strafraum. Doch Kaufbeuren rettete den knappen Vorsprung verdient über die Zeit. „Es lief heute ähnlich wie gegen Mindelheim, nur das wir am Ende siegreich waren“, hat für Coach Lasic seine Mannschaft klasse gespielt. „Wir können jetzt in Ruhe weiter arbeiten“. Pure Erleichterung merkte man auch Ali Ünal an, der bei den Toren in der 1. und 3. Minute maßgeblichen Anteil hatte, weil er Manuel Maier mustergültig in Szene setzte. „Natürlich wollten wir nach der 2:0-Führung den Sack zu machen, haben aber leider das Gegentor bekommen. Dennoch waren wir heute super aufgestellt. Dickes Lob an den Trainer“. Für Kapitän Benjamin Kleiner war es unterm Strich ein verdienter Erfolg über den SV Raisting. „Das wir jetzt wieder zwei Gegentore kassiert, ist jetzt erst einmal egal. Schwamm drüber“, hofft er natürlich im nächsten Auswärtsspiel in Thannhausen am kommenden Samstag wieder mit auflaufen zu können. „Noch ist nichts angeschwollen. Ich habe mir wohl die Bänder gedehnt. Aber bei der guten medizinischen Betreuung durch Rainer Schmitz wird es wohl wieder bald gehen!“ „Es ist jetzt kein Weltuntergang, doch wird uns diese fehlende Begegnung nicht aus der Bahn werfen“, bleibt SVK-Trainer Martin Prediger trotz der Spielabsage weiterhin optimistisch. Weil dem Übungsleiter zu wenige Spielerinnen zur Verfügung standen, musste im Vorfeld das angesetzte Freund- schaftsspiel am Samstag beim SV 29 Kempten abgesagt werden. Stattdessen standen einige Bayernliga-Spielerinnen am Sonntag beim TSV Blaichach im Kader der Zweiten Mannschaft von Coach Musa Ates sein, um weitere Spielpraxis zu sammeln. Frauen "testen" noch Bis jetzt konnten die Bayernliga-Frauen dreimal testen, wovon sie einmal als Sieger vom Platz gingen. Nach dem Auftakt gegen Schwaben Augsburg (0:3), folgte eine weitere Niederlage gegen den SC Unterzeil (0:3) und ein Erfolg über den Bezirksoberligisten VfL Kaufering (5:1). Allerdings kann Kaufbeuren vor dem Pokalspiel am kommenden Wochenende beim SV Donaualtheim nicht mehr testen. „Natürlich hätte ich gegen Kempten noch einiges ausprobieren können, doch mache ich mir hinsichtlich des Pokalspiels keine Sorgen“, so Trainer Martin Prediger. Für ihn zähle in erster Linie die Gesundheit der Spielerinnen. „Wichtig ist, dass wir zum Auftakt am 1. September alle fit sind“, haben seine Spielerinnen noch ein hartes und intensives Vorbereitungsprogramm vor sich.

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