Gemeinsam (an-)packen

Viele Ehrenamtliche unterstützen humedica-Aktion „Geschenk mit Herz“

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Das Unternehmen Kemapack aus Landsberg hat seine Azubis Bettina Baur (v. li.), Patrick Ruf und Michelle Kraus für einen Tag in das humedica-Lager geschickt, wo sie fleißig mithalfen.

Kaufbeuren – Kindern, die vielleicht noch nie ein Weihnachtsgeschenk bekommen haben, eine Freude zu machen ist das Ziel der humedica-Aktion „Geschenk mit Herz“. Nach und nach schließen die Sammelstellen in ganz Bayern und die liebevoll gepackten Schuhkartons treffen per Lkw in der Lagerhalle ein.

In Neugablonz ist die Halle von humedica und dort werden die Geschenkboxen von freiwilligen Helfern geöffnet, auf Vollständigkeit überprüft und bei Bedarf mit fehlenden Artikeln, die allesamt gespendet wurden, ergänzt. Denn es soll gerecht zugehen.

Cornelia Reich, bei der Aktion zuständig für die etwa 1750 Sammelstellen, Logistik und Fundraising, freut sich über die zahlreichen Helfer, die ihren Weg in die humedica-Zentrale in der Goldstraße – teilweise von weit her – finden und dort beim Kontrollieren der Päckchen unterstützen. Jede helfende Hand ist willkommen, denn die Zahl der Päckchen ist enorm: im vergangenen Jahr waren es 72.000 Stück. Auch einige Firmen beteiligen sich und schicken beispielsweise ihre Azubis im Rahmen eines „Social Days“ zu humedica, um beim Packen zu helfen. In der Halle läuft alles nach einem festen Muster ab: die Ehrenamtlichen schnappen sich ein Päckchen, auf dem bereits notiert ist, ob es für ein Mädchen oder für einen Jungen gedacht ist, und für welches Alter, öffnen es und kontrollieren, ob alles drin ist, was rein muss. 

Was fehlt wird ergänzt

Das sind ein Heft oder Block, Schreibwaren, ein Kuscheltier, eine Zahnbürste samt -pasta, etwas Warmes wie Mütze oder Schal, ein Duschgel oder Shampoo und Süßigkeiten. Wenn etwas fehlt, wird es ergänzt, was nur mit den großen Mengen an Sachspenden einiger Firmen wie V-Markt oder dm möglich ist. Auch Strickkreise beispielsweise leisten regelmäßig ihren gern gesehenen Beitrag und bringen ihre Strickwaren zu humedica, die ebenfalls in die Schuhkartons gepackt werden. Daneben freuen sich die Kinder auch ganz besonders über zusätzliche „Wow“-Geschenke wie Spielsachen, Haarspangen und eine Grußkarte. Einige Dinge müssen auch raus, wie Kriegsspielzeug, Babysachen, Nahrungsmittel und deutschsprachige Bücher, denn die Päckchen gehen ins Ausland. Die aussortierten Artikel werden selbstverständlich anderweitig gespendet, etwa an die Tafel, Kleidercontainer oder den Family Store von humedica-Gründer Wolfgang Groß. 

Weil manche Kartons auch schlecht eingepackt oder beschädigt sind, werden zusätzliche Kartons benötigt, die mit Geschenkpapier beklebt sind. Über 600 davon werden jedes Jahr bei Familie Regler in Reichenbach verschönert, wo sich schon traditionell die Krabbelgruppe, die Strickerinnen, der Kirchenchor und die Landjugend trifft und gemeinsam beklebt. Die kontrollierten Kartons werden erneut mit einem Gummiband verschlossen, von Helfern in große Kisten verpackt, gezählt, gewogen und anschließend in Lkws verladen. 

Der erste Lkw startet

Der erste Speditions-Lkw machte sich bereits am vergangenen Mittwoch mit 3500 Päckchen auf die Reise und bringt sie zu Kindern in der Ukraine, erzählte Cornelia Reich dem Kreisbote, dessen Redakteurin an diesem Tag mit einem Praktikanten, der schulfrei hatte, auch selbst mit (an-)packte. Andere Päckchen gehen in osteuropäische Länder wie Rumänien, Serbien und Kosovo. In Übersee-Ländern wie Philippinen, Sri Lanka, Brasilien oder Äthiopien vor Ort mithilfe von Spendengeldern gepackt werden, um, wie Cornelia Reich erklärte, die Wirtschaft vor Ort zu stärken.

Kaufbeuren wurde dieses Jahr als Weihnachtspäckchenstadt ausgewählt und Schirmherr ist 3. Bürgermeister Ernst Holy. Er ist stolz auf bisher über 600 Päckchen, die in diesem Jahr allein aus Kaufbeuren stammen. „Der Rekord einer Stadt liegt bei 750 Päckchen. Als ,Geburtsstadt‘ von humedica ist es mir ein Anliegen, diesen Rekord zu brechen und möglicherweise die 1000 Päckchen zu erreichen“, so Holy. Deshalb ruft er dazu auf, noch bis zum Nikolaustag, 6. Dezember, „Geschenk mit Herz“-Päckchen direkt bei humedica oder einer noch geöffneten Sammelstelle abzugeben. Alternativ kann jeder auch 20 Euro an humedica (IBAN: DE 3573 4500 0000 0000 4747, BIC: BYLA DE M1 KFB) überweisen, womit Ehrenamtliche dann ein Päckchen packen.

Weitere Informationen unter www.geschenk-mit-herz.de.

Martina Staudinger

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